Bemerkenswert

Egal oder nicht egal – Das ist hier die Frage.

women-1687852_1280

Wie oft bekommt man zu hören „Das kann Dir doch egal sein.!“ Ziemlich oft sogar. Manchmal sogar in Zusammenhang mit der Nachfrage nach dem persönlichen Ergehen einer Person. Okay, zumindest wenn jemand extrem unhöflich, oder extrem mürrisch und übellaunig ist. Aber mal ehrlich, wann ist uns denn wirklich mal alles egal? Und kann man denn überhaupt die Einstellung pflegen, dass man sich rein gar nichts aus einer Sache macht? Wenn ich mich über Dinge beschwere über die ich der Ansicht bin, dass sie unhaltbar sind, dann kommt garantiert jemand und torpediert meine Ansicht darüber mit einem „Ist mir doch Scheißegal.!“ Gut, ich lasse jedem seinen persönlichen Standpunkt über etwas, denn schließlich geht es mich ja nichts an was ein anderer über eine Angelegenheit denkt. Aber ich muss dennoch zugeben, dass mich dieses absolute Desinteresse irgendwie komisch berührt. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass es da draußen Menschen gibt, denen vollkommen alles egal ist. Außer ihrem täglichen Fernsehprogramm, dem mehr oder weniger geregelten Essen und Handyempfang. Oft denke ich mir dann, was machen diese Leute wenn ein Krieg ausbricht, eine Katastrophe sich ereignet, oder, was man nie hoffen will, dass jemand schwer erkrankt. Denken sie dann immer noch so, oder wird ihnen wenigstens dann bewusst, wie kritisch die Lage sein kann. Und vor allem, sie selbst können durchaus von einer Situation direkt betroffen sein, auch wenn es zunächst mal nicht danach aussieht.

homeless-212591_1280

Die Ignoranz der Menschen ist immer wieder überraschend, obwohl man ihr tagtäglich und ständig begegnet. Natürlich, man muss sich davor schützen, an den Problemen des Lebens zugrunde zu gehen. Und dazu gehört eben auch, dass man einen Schutzschirm um sich bildet, der wenigstens die schlimmsten Dinge von uns abhält. Sonst würden wir wahrscheinlich vieles gar nicht ertragen. Ich sage ja nicht, dass die Leute sich verrückt machen sollen, weil irgendwo wieder irgendetwas passiert ist. Aber ein bisschen mehr Sorge um unser Umfeld und um unsere Zukunft kann nicht schaden. Denn wir alle sind doch mehr oder weniger betroffen von dem was sich um uns herum abspielt. Wie kann es uns dann völlig egal sein, wohin die Entwicklung geht, und warum sind so viele Menschen nicht mehr in der Lage bewusst zu empfinden, wenn etwas möglicherweise gefährlich oder bedrohlich ist. Sind wirklich so viele schon abgestumpft und unempfindlich geworden? Ich lese täglich Kommentare in den Sozialen Netzwerken von Nutzern die es scheinbar stört, wenn andere von ihren Sorgen und Ängsten berichten. Dann heißt es nur „Lasst mich in Ruhe mit eurem Kram!“ oder eben dieses „Ist mir doch Egal.!“ Klar, ich sorge mich auch nicht ständig darum wie es Fremden geht, sie tun es schließlich mit mir auch nicht, aber diese Antworten zeigen mir, wie wenig berührt sich Menschen gegenüber Situationen oder öffentlichen Geschehnissen zeigen.

get-me-out-1605906_1280

Ganz schlimm finde ich es wenn man Menschen die sich Sorgen um politische Entwicklungen machen, unterstellt, sie hätten radikale Ansichten. Das sind meiner Meinung nach in vielen Fällen ungerechtfertigte Vorurteile, die ganz sicher nicht auf jeden zutreffen. Auch wenn ich hier nicht weiter auf politische Themengebiete eingehen möchte ( Es gibt dafür genug andere Blogs ) so sage ich dennoch, dass es eine völlig falsche Einstellung ist, Menschen zu diffamieren nur weil sie sich Sorgen machen. Wenn man nicht einmal das mehr darf, wo soll das hinführen? Sich sorgen ist eine ganz natürliche Regung. Warum ist das plötzlich falsch und/oder nervig? Ihr seht, ich stelle mir da eine ganze Menge Fragen. Mir ist es nicht egal, was um mich herum passiert. Auch wenn ich nicht mit Schnappatmung auf der Couch liege wenn die Nachrichten wieder mal den Weltuntergang beschwören. Trotzdem sage ich dann mit Fug und Recht wenn mich etwas stört oder mir angst macht. Menschen die ständig nur in diesem „Egalmodus“ leben, leben scheinbar in einer Art Blase in der sie, wie sie glauben, sicher und geschützt, existieren. In Wahrheit aber können sie jederzeit von unangenehmen Dingen betroffen werden. Ich hoffe, sie sind dann nicht allzu überrascht. Denn wenn man nur die Augen vor der Wirklichkeit verschließt, trifft sie einen meist umso härter wenn sie sich offenbart.

protection-1063302_1280

Leute, bevor ihr das nächste Mal wieder vorschnell sagt „Das ist mir doch egal!“ oder bevor ihr Menschen die sich vor etwas fürchten, diffamiert und verurteilt, versetzt euch mal in deren Lage, auch wenn das zu viel verlangt ist. Es ist weder Feigheit noch Bosheit wenn jemand Sorgen äußert oder wenn er sich etwas von der Seele reden möchte. Ich kann mir kaum vorstellen, dass es Menschen gibt, die völlig fern jeglicher Empathie leben. Denen es auf gut deutsch gesagt „am Arsch“ vorbei geht, wenn ein anderer Probleme mit etwas hat, oder wenn er sich Sorgen macht. Früher wurde niemand an der Pranger gestellt, wenn er sich besorgt zeigte. Heute wird man dafür mit Vorurteilen belegt oder als Nervensäge abgetan. Das ist für mich auch eine besorgniserregende Entwicklung. Muss ich denn alles für gut oder harmlos halten? Nein, muss ich nicht! Ich bin ein Mensch und habe Gefühle und eigene Gedanken. Wenn ich nur noch angepasst leben darf, dann bin ich kein selbstständig denkender Mensch mehr, sondern ein Roboter der auf fremde Meinungen programmiert wurde. Und der keine menschlichen Regungen mehr hat. Und solange man Mensch ist, sind einem eben manche Dinge nicht egal!

Sicherlich werde ich auch weiterhin „Ist mir doch egal!“ zur Antwort bekommen, wenn ich Bedenken äußere. Aber ich werde es trotzdem tun, denn meine Gedanken und Gefühle zu verbergen nur weil andere davon genervt sind, würde bedeuten, dass ich aufhöre Ich selbst zu sein. Dann müsste ich ständig nur noch nach der Meinung und Anschauung anderer Menschen leben, und das ist nicht Sinn der Sache die man Leben nennt. Ich kann jeden nur dazu ermutigen, zu seinen Gefühlen zu stehen, sie auch mal kundzutun. Auch wenn negative Reaktionen folgen. Vielleicht sehen sich die „Egal“-Typen auch mal vor eine Situation gestellt, die ihnen Bedenken verursacht. Und vielleicht erkennen sie dann, dass es nichts verwerfliches ist, seinen Sorgen Ausdruck zu verleihen.

In diesem Sinne, ganz unbesorgte Grüße, eure Barbarella ♥

Bemerkenswert

Neuer Blog, neues Leben

Dies ist die Kurzfassung des Beitrags.

Meine Lieben, gestern Abend kam mir beim fernsehen aus heiterem Himmel die Idee, wieder ein Blog anzulegen. Ich hatte vor einem Jahr bereits damit angefangen ein Fashionblog zu schreiben, habe aber aus Zeitmangel, und wohl auch aus Mangel an Erfolg, wieder aufgehört und alles gelöscht. Aber irgendwie fehlte mir die Möglichkeit, meine Gedanken und Ideen aufzuschreiben und zu teilen. Ich bin zwar kein besonders mitteilsamer Mensch und werde auch nicht ungehemmt aus dem Nähkästchen plaudern ( wer tut das schon ), aber es gibt mir die Gelegenheit kreativ zu sein und mit interessierten Menschen zu interagieren. Keine Sorge, ich werde hier keine Beschwerdestelle für mich selbst einrichten und die Welt mit meinen Sorgen zupflastern. Aber dennoch denke ich, dass sich über vieles reden und diskutieren lässt, ohne das man gleich an die Substanz geht. Im Alltag begegnen uns so viele interessante Dinge, Gutes und Schlechtes, Schönes und Hässliches ( nicht unbedingt das Äußere einer Person betreffend ), Neues und Altes und all das betrifft uns mehr oder weniger. Wir machen uns vielleicht auch Gedanken über das eine oder andere Thema, und möchten uns darüber unterhalten. Natürlich darf auch über Dinge geredet werden, die uns Sorge bereiten oder uns angst machen. Solange man gewisse Grenzen beachtet, sehe ich dabei kein Problem. Wir Menschen sind eben kommunikative Wesen und sollen das auch ausleben dürfen. Das Internet bietet uns die Möglichkeit miteinander zu diskutieren, und Meinungen und Ansichten auszutauschen. Ich denke zwar nicht, dass mein Blog eine große Spielwiese der Meinungen werden wird, aber in der Hauptsache wird es mir als Ablage für meine Gedanken und Gefühle dienen. Man könnte auch sagen, ein virtuelles Tagebuch. Nicht mehr und nicht weniger. Und wenn sich Leser einbringen möchten, dann dürfen sie das gerne tun. Ich bin auch immer für Rat und Tat dankbar.

Das waren nun ein paar einleitende Worte zu meinem neuen Blog, für den ich hoffentlich etwas mehr Zeit und Elan aufbringen kann, als zuvor. Ich werde es sicher nicht schaffen, täglich neue Beiträge zu schreiben, aber ab und zu, und wenn mir etwas neues, sinnvolles, lustiges oder ernstes, oder auch nachdenkliches einfällt, dann seht ihr es auf jeden Fall auf dieser Seite.

Da bleibt mir jetzt nur noch allen meinen künftigen treuen und auch nicht so treuen Lesern hier viel Spaß zu wünschen.

Viele liebe Grüße, Barbarella ♥

Beitrag veröffentlichen

Meine Meinung – Deine Meinung. Vom Krieg der Ansichten.

social-media-1635579_1920Seit ich im Internet unterwegs bin, bin ich vielen verschiedenen Meinungen begegnet. Jeder hat seine, und jeder vertritt sie auch mehr oder weniger vehement. Ich bilde da ja keine Ausnahme. Daran ist auch eigentlich nichts Falsches. Eine gesunde Streitkultur gehört zum Leben in der menschlichen Gesellschaft dazu. Und ein bisschen Streit tut keinem weh. Schließlich sind Meinungen dazu da um vertreten zu werden. Wenn es allerdings ans Eingemachte geht, wenn persönliche Beleidigungen und Diffamierungen ins Spiel kommen, dann steht die gesunde Streitkultur schnell auf der Kippe. Gerade bei Themen wie Politik, Religion ( ist gerade in diesen Tagen ein besonders sensibles Thema ), Fußball, dass ideale Körpergewicht, Modegeschmäcker, oder sei es auch nur die Frage welche Biersorte die Beste ist, liegen sich die Menschen nur zu gerne in den Haaren beim Austausch ihrer Ansichten. So belustigend es auch sein mag, dabei zuzusehen wie Menschen sich in der Pflege ihrer persönlichen Meinungen ergehen, so ärgerlich und frustrierend ist es, wenn man mittendrin ist und sich einem Hagel von Vorwürfen, Beschimpfungen und nicht selten auch echten Beleidigungen, ausgesetzt sieht. Von tätlichen Auseinandersetzungen will ich hier gar nicht reden, denn ich möchte vor allem die Streitkultur im Internet, im Schutz eines anonymen Profilbildes und Nutzernamens, beleuchten, wie ich sie selbst schon zahllose Male erlebt habe. Auf Twitter, Facebook, und Instagram wird gestritten und gemault was das Zeug hält. Politik nimmt dabei unangefochten den Spitzenplatz ein in der Rangfolge der Themen um die am heftigsten gezankt wird.

communication-1082657_1280

Jeder will recht haben und jeder verteidigt seinen Standpunkt. Was ganz normales Sozialverhalten ist, artet gerade in der Anonymität des Internets oft in boshaftes und sinnloses Gekeife aus. Wir haben alle verschiedene Meinungen über ein bestimmtes Thema, und ja, wir tauschen diese Meinungen auch gerne untereinander aus. Man geht in eine Diskussion mit der Absicht sich mitzuteilen und mal zu hören wie andere dazu stehen. Ich muss sagen, dass ich ein gutes und sachliches Gespräch sehr schätze, und es darf auch mal gestritten werden im Rahmen gewisser Grenzen. Diese werden aber im Netz nur selten respektiert. Man wird regelrecht auseinandergenommen sobald man seine Meinung allzu offen und ehrlich äußert. Das manch einer deshalb die Nerven verliert und seinen Account löscht, kann ich nachvollziehen. Es ging mir mehrmals ganz ähnlich, und dass zeigt mir, wie es um die Streitkultur in unserer Gesellschaft bestellt ist. Ob diese Netzaggressoren auch im echten Leben so hemmungslos angreifen würden, bezweifle ich stark. Die Anonymität der Sozialen Netzwerke erlaubt es ihnen scheinbar gefahrlos, andere niederzumachen, sobald sie ihnen irgendeinen, und sei es noch so fadenscheinigen, Grund dazu liefern.

Es ist durchaus möglich, dass uns draußen ein netter freundlicher Mensch begegnet, der sich dann im Internet als gemeingefährlicher Mobber und Meinungsmacher entpuppt, der anderslautende Ansichten gnadenlos bekämpft. Man sieht so etwas den Leuten nicht an! Ich beteilige mich schon lange nicht mehr aktiv an Diskussionen die sich um eine heikle Thematik drehen, denn ich habe die Erfahrung gemacht, dass es mich nur Geduld und Nerven kostet, mit Leuten zu debattieren, denen es völlig fremd ist, auch mal andere Ansichten und Meinungen zuzulassen. Da redet man gegen eine Wand aus Sturheit, Engstirnigkeit und einer geradezu kindischen Verbohrtheit. Und das erspare ich mir ganz einfach. Dadurch hat sich mein „Onlineleben“ erheblich verbessert. Ich muss nicht mehr so schnell befürchten, wegen einer Nichtigkeit verbal durch den Wolf gedreht zu werden.

faust-1291070_1280

Was bewegt Menschen dazu, sich so aggressiv und unsozial zu verhalten? Wie gesagt, dass sie es auch im alltäglichen Leben tun, ist mehr als unwahrscheinlich. Jemandem Auge in Auge gegenüberstehen und genauso drastisch auszuteilen wie es im Internet geschieht, verlangt doch schon ein gewisses Maß an Mut, und den haben die meisten wohl eher nicht. Nur wenn sie sich sicher fühlen, wie es im Netz der Fall ist, dann trauen sie sich, ihr Gegenüber, wie sie meinen, „platt“ zu machen.

Meiner Meinung nach ist es ein Armutszeugnis für jeden der sich so verhält. Er verbaut sich sämtliche Chancen geachtet und respektiert zu werden. Aber darauf kommt es solchen Leuten anscheinend gar nicht an. Sie wollen ihren Frust loswerden, sich aufspielen und ganz allgemein Zank und Streit verbreiten. Zuhause und am Arbeitsplatz müssen sie still sein und im Hintergrund bleiben, im Internet leben sie dann ihren Drang aus, andere Menschen zu gängeln, zu bevormunden und ihnen die eigene Meinung aufzuzwingen. Gerade bei politischen Themen kennen manche keine Grenzen und hetzen und beleidigen was das Zeug hält. Mit ein Grund warum ich nie ein Politikblog schreiben würde. Dafür hätte ich keine Nerven und daher überlasse ich das Leuten deren Fell dick genug ist, um sich mit Mobbern auseinanderzusetzen. Wird man von solchen Meinungsmachern belästigt, sollte man sie unverzüglich Blocken. Sich darüber zu ärgern oder sich für immer aus dem Internet vertreiben lassen, wäre albern. Denn in der Realität sind diese Menschen oft ganz und gar unauffällig, und keiner würde es von ihnen vermuten. Man könnte sagen, wie sich im Netz verhalten, entspricht gar nicht ihrem wahren Naturell. Es ist ein „so Tun als ob.“ Man kann es auch vergleichen mit „Angstbeißern“ bei Hunden.

president-1822449_1280

Ich würde sagen, diese Leute kann man gar nicht ernst nehmen. Dafür ist ihr Verhalten zu kindisch und infantil. Ich jedenfalls lasse mir den Spaß am Internet und auch meine eigene Meinung nicht nehmen! Da können sich manche auf den Kopf stellen und mit den Füssen wackeln, dass wird nichts ändern. Wir haben alle das Recht auf unsere eigene Meinung, aber wir haben nicht das Recht, sie anderen Menschen unter Drohungen und Beleidigungen aufzuzwingen.

Jeder der das Internet betritt, macht irgendwann die „Bekanntschaft“ von Menschen denen andere Meinungen und Ansichten nicht gefallen, und die das drastisch und frech kundtun müssen, weil sie glauben, im Netz ja sicher zu sein. In meinen Augen ist das einfach Feigheit! Und das ist nichts was man ernst nehmen oder gar fürchten muss. Mein Rat an alle die schon einmal gegängelt und beschimpft wurden weil sie ihre Ansichten geäußert haben: Schaltet auf Durchzug und steht weiterhin zu eurer Meinung! Gott sei Dank sind meine Erfahrungen mit den Menschen im Internet nicht ausschließlich schlecht. Ich habe viele wirklich nette und aufrichtige Leute getroffen, und dafür bin ich sehr dankbar ☺

In diesem Sinne, liebe Grüße von eurer Barbarella ♥

 

Zeig dich wie du bist – Instagram und die Eitelkeit

blonde-1503202_1920

In meinem vorhergehenden Post habe ich mich bereits zu einem Thema geäußert, dass gerade für Instagramnutzer interessant ist, es ging um gekaufte Follower. Mittlerweile bin ich den meisten Nutzern entfolgt, die überwiegend gekaufte Follower haben. Ich finde einfach, dass diese Methode unfair und betrügerisch ist. So zu tun als ob man eine große Berühmtheit ist, obwohl kaum jemand den Namen der Person kennt, die den betreffenden Account führt. Das ist ganz einfach andere Menschen hinters Licht geführt und so etwas unterstütze ich nicht. Man kann nur hoffen, dass solche Leute irgendwann auf die Nase fallen und daraus lernen.

Darüber hinaus ist mir bei Instagram noch etwas Prägnantes aufgefallen. Sehr viele weibliche Instagramnutzer, vor allem Fashion- und Beautyblogger, zeigen sich nur noch mit Gesichtern die mithilfe von Photoshop oft bis zur Unkenntlichkeit verändert wurden. Der Sinn dieses Vorgehens erschließt sich mir nur schwer. Ich kann mir kaum vorstellen, dass es allen Ernstes Menschen gibt, die sich für ihr natürliches Gesicht dermaßen schämen, dass sie es künstlich verändern müssen. Ich meine, die meisten jungen Instagramnutzer sind von Natur aus hübsch und ansehnlich und hätten es eigentlich nicht nötig, solche tiefgreifenden Retuschen vorzunehmen. Aber in der heutigen Zeit in der sich Stars auf öffentlichen Fotos nur noch zeigen,wenn diese vorher bearbeitet wurden, ist es anscheinend Mode sich auch sich selbst per Photoshop in ein Geschöpf von Walt Disney zu verwandeln. Ob man so etwas schön findet oder nicht, dass darf ja Geschmackssache bleiben. Ich finde es eher abschreckend wenn ich auf ein Profil gehe und die Betreiberin sieht aus wie ein Alien mit übergroßen Augen, Schlauchbootlippen ( Aufgespritzt oder Photoshop, wer weiß… ) und das ganze noch übermäßig glattgezogen. Da werden hemmungslos Taillen verschlankt und Beine verlängert, und sogar eine glamouröse Wallemähne vorgetäuscht. Ich habe hier einen Bericht gefunden, über zwei Bloggerinnen die aufgedeckt haben, wie auf Instagram Fotos so extrem bearbeitet werden, dass sie mit der Realität kaum noch etwas zu tun haben.

girl-1828536_1920

Ich persönlich bearbeite meine Fotos zwar auch, aber nur oberflächlich. Ich korrigiere das Licht und retuschiere etwaige Pickelchen die jeder mal hat, oder ich lasse eine unbeabsichtigt ins Bild geratene Mülltonne verschwinden. Auf die Idee mein Gesicht in eine leblose und realitätsferne Maske zu verwandeln, käme ich gar nicht. Denn auch wenn ich durchaus das eine oder andere an mir auszusetzen habe, so ist das für mich kein Grund so dermaßen brutal mit einem Bearbeitungsprogramm einzugreifen. Ich kann verstehen, dass manche Frauen nicht wollen, dass man ihre Fehler sieht, aber deswegen gleich eine „Vollverwandlung“ machen? Eigentlich völliger Blödsinn. Das ich mit meinen naturbelassenen Fotos weniger Likes bekomme als Accounts die „Photoshopgesichter“ zeigen, ärgert mich nicht, aber es zeigt mir wie beeinflussbar die Menschen sind. Sie glauben was sie sehen, auch wenn es die reinste Augenwischerei ist.

beautiful-woman-764079_1280

Unser Gesicht ist unsere Visitenkarte. Es zeigt viel von unserer Persönlichkeit. Warum man all das vertuschen und „ausradieren“ will, bleibt mir unverständlich. Mag sein, dass es auf Instagram ein „Trend“ ist, ein ganz bestimmtes Aussehen zu haben. Aber warum sollte man auf diesen Zug aufspringen wollen. Wir sind Menschen und keine Comicfiguren mit lustig grotesken Gesichtern, die eher zum Lachen anregen als zum Bewundern. Klar, man will sich vorteilhaft zeigen und so wenig Fehler wie möglich haben. Kleinigkeiten „wegmogeln“ ist erlaubt. Das tun wir alle und das dürfen wir auch ruhig zugeben. Aber Natürlichkeit sollte man immer vorziehen. Schließlich sind wir so wie wir eben sind. Jeder hat etwas Schönes an sich. Also bleibt wie ihr seid! Das ist mein Rat an euch als Instagrammer, Facebooker oder Twitterer. Denn Natürlichkeit ist Trumpf 😉

In diesem Sinne, ganz realistische Grüße, Eure Barbarella ♥

Instagram. Von Liebe und Hass zu einer Foto-App.

instagram-1519537_1280

Ich liebe Instagram, und manchmal hasse ich es auch. Mein Verhältnis zu dieser App ist leider ein wenig zwiespältig geworden. Auch wenn die positive Meinung noch überwiegt. Instagram hat mich von Anfang an fasziniert. Nicht zuletzt deshalb weil ich schöne Fotos mag und auch gerne meine eigenen Bilder mit der Welt teile. Ich kann gut nachvollziehen, dass viele Millionen Menschen in aller Welt begeisterte Nutzer dieses Sozialen Netzwerks sind. Wo sonst kann man seine Schnappschüsse live vom Markusplatz in Venedig oder meinetwegen auch vom Baggersee, oder richtig aufwendig bearbeitete Fotos einschließlich Retusche mittels Photoshop, einer riesigen Community zeigen und via „Like“ und Kommentar bewerten lassen. Das alles macht Spaß und ist eigentlich auch als Spaß gedacht. Zumindest für den nicht-kommerziellen Nutzer. Natürlich müssen Firmen, Profiblogger, und alle die mit ihrem Instagram Geld verdienen, die Sache ernster nehmen als Du und Ich. Ich habe mich vor etwa zwei Jahren bei Instagram angemeldet und erste Fotos hochgeladen. Thematisch habe ich mich für einen Mix aus „Daily-Outfits“ und Lifestyle entschieden. Wenn mich nun jemand nach dem Punkt Erfolg fragen würde, so müsste ich ihm sagen, eher mäßig. Zumindest was die Followerzahlen angeht. Es gibt erstaunlich viele Accounts von völlig unbekannten Leuten, die etliche Tausend oder Zehntausend Follower haben. Aber dazu später mehr.

instagram-1474231_1280

Was ich an Instagram gerne mag, ist die Möglichkeit, meine schönsten Fotos zu zeigen und die Meinung der anderen Nutzer zu hören, beziehungsweise zu lesen. Ich könnte mich stundenlang durch die verschiedenen Accounts wühlen und mir die oft wirklich wunderschönen Fotos anschauen. Und natürlich finden sich da auch immer nette Menschen mit denen man ins Gespräch kommt. Da gibt es aber auch so einige Dinge, die ich an Instagram nicht mag. An der Sache mit den Followern stört mich besonders, dass es vielen Nutzern nur darum zu gehen scheint, dass ihnen möglichst viele folgen. Die Anzahl der Follower ist diesen Leuten wichtiger als alles andere. Egoistisch und manchmal auch Rücksichtslos erstreiten sie sich neue Anhänger, und dabei ist ihnen jedes faire, und leider oft auch unfaire, Mittel recht. Wenn mir jemand neu folgt, dann freue ich mich natürlich und hoffe, er oder sie, tut es, weil Interesse an meinen Fotos besteht. Wenn es passt, dann folge ich auch schon mal zurück. Damit bin ich allerdings doch ein wenig vorsichtiger geworden. Und das hat seinen Grund. Das es den meisten ( Ja, nach meiner Erfahrung sind es die meisten ) nur darum geht das man baldigst zurückfolgt, war zunächst für mich doch eine etwas verstörende Erkenntnis. Denn tut man es nicht, verlässt einen der Neu-Follower recht schnell wieder. Das ist an sich ja kein Beinbruch, aber man fühlt sich aufs Kreuz gelegt und an der Nase lang geführt. Es gelingt damit aber durchaus, mehr Anhänger zu bekommen, denn nicht alle kriegen es mit wenn sie wieder entfolgt werden und bleiben hängen. Aus diesem Grund folge ich nicht mehr jedem gleich zurück. Damit erspare ich es mir, ständig nur als Mittel zum Zweck missbraucht zu werden.

follow-1818545_1280

Mir erging es von Anfang an so, und ich weiß, andere Instagrammer haben ganz ähnliche Erfahrungen gemacht. Da frage ich mich ernsthaft, was treibt diese Leute dazu, sich mit solchen Methoden Follower zu erschleichen. Im Übrigen, ich entfolge auch wieder zurück wenn ich merke, dass da jemand dieses Spielchen bei mir versucht. Ich weiß aus Bloggerkreisen, dass es gerade bei ihnen auf die Anzahl der Follower ankommt, denn mögliche Kooperationspartner achten vor allem darauf wie groß die Reichweite des Accounts ist. Und da es, wie fast jeder weiß, sehr langwierig ist, auf ehrlichem Weg viele Follower zu bekommen, greifen viele darauf zurück, sich welche zu kaufen. Für ein paar Euro bekommt man ohne große Umstände einige Tausend Anhänger für seinen Account. Und wer will, kann sich sogar noch ein paar Likes dazu kaufen. Ganz ehrlich, ich würde es nicht tun, denn erstens ist es unfair gegenüber Nutzern die auch ohne Schummelei Freude am Fotos teilen haben, und zweitens geht Instagram regelmäßig gegen sogenannte „Fake-Follower“ vor und löscht diese auch. Von daher ist der Spaß an den 10k oder mehr auf der Followerliste oft nur von kurzer Dauer.

Wenn ein Account mit mehreren Tausend „Verfolgern“ pro Foto nur gerade mal Likes in zweistelliger Höhe bekommt, dann stimmt etwas nicht. Dann sind die meisten seiner Follower augenscheinlich Bots. Also Profile die gekauft wurden und nur dazu da sind, die Followerliste zu füllen, die aber keinerlei Nutzen für die Kommunikation haben. Ich habe den Eindruck das es diesen Nutzern auch gar nicht wichtig ist, dass sie von echten Menschen gelesen werden. Die Hauptsache ist, dass sie eine scheinbar riesige Reichweite und einen hohen Bekanntheitsgrad haben. Der ist dann aber genauso unecht wie die ganze Anhängerschaft. Ich habe mich anfangs oft gefragt, wie ein Account mit eher durchschnittlichen Fotos ( jedenfalls sind sie nicht unbedingt schöner als meine ) an dermaßen viele Follower kommt. Bis ich ( Oh Wunder! ) dahinterkam, dass man sich seine „Bekanntheit“ auch kaufen kann. Seitdem sehe ich solche Profile in einem anderen Licht. Ich lasse jeden machen was er möchte, aber ich betrachte diese Nutzer jetzt eher als Menschen die einfach nur geltungsbedürftig sind. Ich finde es einfach Schade, dass solche Leute Instagram nur nutzen um ihr Geltungsbedürfnis und ihre Eitelkeit zu befriedigen.

follow-826033_1280

Ich lasse mir aber davon nicht den Spaß an der Foto-App nehmen. Denn ehrlich gesagt, mit solchen kleinen Betrügereien erreichen diese Nutzer ja doch nicht, dass sie reich und berühmt werden, auch wenn sie so tun als ob. Von daher sind das für mich nur kindische Spielereien von Menschen denen es offensichtlich an Ehrlichkeit fehlt, und die wenig bis kaum Sinn für Fairness haben. Ich würde es mir nicht einfallen lassen, mir Follower zu kaufen. Manche mögen mich für dumm halten, aber ich denke, dass es allemal fairer und gerechter ist gegenüber anderen, ebenfalls ehrlichen Instagrammern, wenn man den Dingen einfach ihren Lauf lässt und wartet bis sich echte Follower einfinden, die einen lesen und die auch mal ein wenig Kommunikation suchen. Sich selbst belügen, in dem man versucht mit gekauften Profilen Eindruck zu schinden, ist meiner Ansicht nach der falsche Weg um sich im Netz einen guten Namen zu machen.

Fast alles lässt sich mit Geld kaufen, sogar Follower. Aber ich enthalte mich dieser Methoden und genieße einfach die tollen Bilder die täglich auf meinem Instagram-Feed erscheinen, und lasse mich von den zahllosen Accounts inspirieren. Ich sehe Instagram als Spaß und Möglichkeit Fotos zu posten von denen ich meine, dass sie es wert sind, meiner Timeline gezeigt zu werden. Ich verdiene kein Geld damit, und von daher ist es für mich einfach Quatsch so zu tun, als ob ich eine bekannte Internetgröße sei. Ohne an die Ehrlichkeit der Menschen zu appellieren ( wäre sowieso zwecklos ), erfreue ich mich einfach weiterhin an meinem kleinen Account mit nur wenigen Followern, von denen mich aber die meisten wirklich lesen und von denen ich weiß, dass sie echt sind.

In diesem Sinne, liebe und ehrliche Grüße, eure Barbarella 

 

Es klopft – Geisterhaftes Treiben in den heimischen Wänden

spirit-1887125_1920

Ich gebe zu, dass ich erst mal ein bisschen drüber nachdenken musste, ob ich dieses Thema in meinem Blog überhaupt erwähnen soll oder nicht. Denn Esoterik und Geisterglaube sind immer eher grenzwertige Themen. Viele Menschen glauben einfach nicht an die Existenz übernatürlicher Dinge, und Geister gehören für sie in das Reich der Fantasie. Sicherlich muss ich fast schon ein wenig damit rechnen, dass so mancher meiner Leser sich insgeheim milde lächelnd an die Stirn tippt und an meinem Geisteszustand zweifelt. Aber ich muss die Zweifler eines Besseren belehren. Denn in meiner Wohnung geht es nicht mit rechten Dingen zu. Schon seit Jahren beobachte ich seltsame Vorgänge für die ich bis heute keine logische Erklärung habe. Mal sind es mysteriöse Klopfgeräusche die zu bestimmten Zeiten zu hören sind, ein anderes Mal klappern die Teller in der Küche auch wenn gerade niemand dort ist. Dann kann es sein, dass man ganz unvermittelt einen Schubs verpasst bekommt obwohl man alleine im Raum ist. Letztes Jahr zersprang eine kleine Porzellanvase auf der Fensterbank ohne das jemand sie berührte. In diesem Fall könnte auch die Kraft der Gedanken ihre Auswirkung gezeigt haben. Oder war es doch ein böser Geist, der mich und meinen gerade anwesenden Vater erschrecken wollte?

ghosts-572038_1280

An einem Sonntagvormittag kurz vor Weihnachten saß ich mit meiner Familie im Wohnzimmer beim gemeinsamen Mittagessen. Plötzlich nahm ich im Augenwinkel eine Person wahr, die quer durchs Zimmer ging. Diese „Erscheinung“ war nur für den Bruchteil einer Sekunde zu sehen. Daher konnte ich nicht erkennen, ob sie männlich oder weiblich war und welche Kleidung sie trug. Ich sprach später mit meiner Mutter über dieses Erlebnis und sie bestätigte meine Beobachtung. Auch sie hatte in meiner Wohnung schon ganz ähnliche Erfahrungen gemacht.

Eine Taschenlampe die sich von selbst anschaltete, ein Geräusch wie das Fauchen eines Raubtieres, dass plötzlich im Wohnzimmer zu hören war, leere Einmachgläser die knackten und klirrten, und eine unsichtbare Person die ich, am Schreibtisch sitzend, direkt neben mir hören konnte. Es klang wie Fingerknöchel die an die Tischplatte stoßen. Ich habe ein Lavabo ( Waschschüssel aus Keramik mit dazugehöriger Kanne ) in der Diele auf einer Kommode stehen. Eines Abends kam ich aus dem Badezimmer und hörte wie etwas in die besagte Schüssel fiel. Ich schaute nach und fand die Schüssel leer. Neulich verschwand eine Parfümprobe die ich im Bad auf einem Regal liegen hatte. Sie war von heute auf morgen weg. Natürlich fragte ich erst jeden der Zutritt zum Bad hatte nach dem Verbleib des Duftes. Da sich aber niemand für das Verschwinden des Fläschchens verantwortlich bekannte, war mir klar, dass es nur mein Hausgeist gewesen sein konnte. Ich weiß, Geister können mit materiellen Dingen nichts anfangen, aber sie können sie verschwinden  und an den ungewöhnlichsten Ecken wieder auftauchen lassen.

spirit-1946622_1280

Viele dieser Beobachtungen klingen vielleicht auf den ersten Blick banal, und für viele Menschen sind sie ganz einfach ein Produkt überreizter Nerven oder einer überbordenden Fantasie. Aber für meine Familie und Mich sind sie ganz real. So real wie Geister eben sein können. Wir können uns nun fragen, was wollen die Geister von uns wenn sie sich uns zeigen. Wollen sie uns nur erschrecken oder wollen sie uns etwas mitteilen? Sind es die Seelen Verstorbener die sich bemerkbar machen wollen? Sind es Warnungen aus dem Jenseits, oder Ankündigungen von Todesfällen die sich ereignen werden? Das alles sind Fragen die wir uns stellen wenn wir mysteriöse Erlebnisse haben, die wir nur dem Übernatürlichen zuordnen können. Ich muss zugeben, auch ich kann nicht mit Sicherheit sagen, wer die Geister in meiner Wohnung sind. Ich vermute, dass es verstorbene Familienmitglieder sind, die auch nach ihrem Tod mit ihren Angehörigen in Kontakt bleiben wollen.

Meine Großtante hatte die seltene Begabung Geister sehen zu können. Sie gehörte zu den wenigen Menschen die sensibel genug sind, die Vorgänge in der Geisterwelt auch visuell wahrzunehmen. Sie empfand wohl auch niemals Angst bei ihren Erlebnissen mit dem Paranormalen. Auch ich kann sagen, dass ich mich nicht fürchte, wenn ich etwas sehe oder höre, das ich nicht logisch erklären kann. Für mich sind es einfach magische Momente die mir zeigen, dass es da noch mehr gibt, als nur unsere aufgeklärte, rational denkende Welt in der Geistwesen und fantastische Kreaturen keinen Platz zu haben scheinen. Ob die Geister und Gespenster im Haus gut oder böse sind, wer vermag das schon zu sagen. Bisher habe ich sie nicht als wirklich böse erlebt. Vielleicht sind sie ab und zu ein bisschen frech. Dann nämlich, wenn sie es schaffen, mich zu erschrecken. Was aber selten vorkommt. Denn wie gesagt, ich fürchte mich nicht vor ihnen. Im Gegenteil, für mich ist es ein schöner Gedanke, dass es die Seelen von verstorbenen Familienmitgliedern sind, die mich hin und wieder besuchen, und die weiterhin an meinem Leben teilhaben wollen.

hand-316639_1280

Ich denke, auch wenn das Übernatürliche nicht für jeden real und wahrhaftig ist, so sollten wir uns doch der Möglichkeit öffnen, dass es mehr Dinge zwischen Himmel und Erde gibt, von denen sich unsere Schulweisheit nichts träumen lässt. Damit unsere Seelen in dieser modernen materiellen Welt nicht zu Robotern verkümmern. Einen kleinen Platz in unserer Wirklichkeit hat auch das Fantastische verdient ☺

In diesem Sinne,

Geisterhafte Grüße von eurer Barbarella ♥

Von Meinungsmachern und Trollen im WWW

forbidden-151987_1280

Ich bin jetzt seid 2009 regelmäßig im Internet unterwegs und bin in zahlreichen Sozialen Netzwerken angemeldet. Dazwischen schaue ich auch mal auf Foren und Facebookseiten vorbei. Was mich dabei mittlerweile enorm stört, ja sogar nervt, ist diese permanente Meinungsmache einiger Leute die bevorzugt in Foren oder bei Facebook ihrem „Handwerk“ nachgehen. Da wird hemmungslos anderen Usern die eigene Meinung aufgedrängt. Häufig sogar verbunden mit persönlichen Angriffen, Beleidigungen und Diffamierungen. Egal ob es um den Modestil des Einzelnen geht, um sein Körpergewicht, oder darum was er seinen Haustieren füttert. Manchmal lese ich diese Kommentare und frage mich was in den Köpfen der Verfasser vorgeht. Ist es pure Langeweile, Bosheit, Wut auf sich selbst, oder ganz einfach die reine Lust daran, anderen Menschen die eigene Meinung aufzuzwingen. Mich drängt es dann immer förmlich danach, diese Leute zu fragen, was ihnen fehlt, was mit ihnen los ist. Ob sie vielleicht zuhause oder im Beruf so wenig zu sagen haben, dass sie den Wunsch nach Macht in der Anonymität des Internets ausleben.

Was geht es die Leute überhaupt an, was ich privat mache? Was ich meinen Tieren füttere? Was ich trage und warum? Wie viel ich wiege? Zum Kuckuck, dass ist und bleibt meine Sache, für die ich ganz allein einstehe und die ich verantworte. Ich bin offen für Tipps und Ratschläge. Solange ich frei entscheiden kann, ob ich sie befolge oder nicht. Und wenn mir da jemand kommt und meint, er könne mich mit aggressivem Missionieren ( denn so nennt man das, was diese Leute machen ) zu bekehren, der hat sich geirrt. Niemand sollte es nötig haben, sich von den bösartigen Versuchen der Meinungsmache in seinen persönlichen Entscheidungen beeinflussen zu lassen. Wir sind erwachsene Menschen die für ihr Tun alleine verantwortlich sind, und keine kleinen Kinder die auf die tadelnde Stimme und den erhobenen Zeigefinger von kleingeistigen Möchtegern-Machthabern hören.

cyber-bullying-122156_1280

Wenn ich auf Internetseiten unterwegs bin, muss ich natürlich damit rechnen, auf Zeitgenossen zu treffen, die im Netz ihre verborgenen Seiten ausleben und versuchen andere Menschen zu gängeln, zu beschuldigen und zu bedrohen. Zu behaupten, jemand sei ein Tierquäler wenn er seinen Hund oder seine Katze nicht nach der „BARF“-Methode ernährt, ist völlig überzogen, beleidigend, kindisch, und ich sehe darin einen Angriff auf meine persönlichen Entscheidungen, die ganz alleine mir obliegen und keinem sonst. Es kann doch nicht sein, dass irgendein Mädel im Internet daherkommt und sich herausnimmt, mir seine Meinungen und Ansichten aufzudrängen. Ich mag es nicht, wenn man mir etwas aufdrängt. Nicht im Geschäft und nicht im Internet! Und ich gehe auf die Forderungen dieser Leute auch nicht ein. Schon alleine deshalb nicht, weil man sie mir in einer Form stellt, die jedem guten Umgangston spottet.

Ich wiege 44,5 Kilo bei einer Größe von 1,65 cm. Na und ? Wo ist das Problem? Ich bin gesund, fühle mich gut und mag meine kleinen Kleidergrößen. Und nein, ich bin nicht magersüchtig! Kommt mal klar damit, dass es auch Menschen gibt, die eben von Natur aus Schlank sind. Mein Gewicht ändert sich ohnehin immer nur geringfügig. Und ich finde es völlig okay, so zu sein. Ich mag mich nämlich so wie ich bin. Und daran soll sich auch nichts ändern. Jedenfalls nicht, weil es andere so wollen. Mein Modegeschmack ist eben nicht Bunt und mit Klimbim behängt, sondern eher klassisch. Damit falle ich bei manchen Mädels als Konservativ oder Altmodisch auf. Aber Geschmäcker sind nun mal verschieden und sollen es auch sein. Überall wird Toleranz gepredigt, aber wenn es um persönliche Entscheidungen des Einzelnen geht, werden plötzlich alle engstirnig und kleingeistig. Denkt doch mal nach!!

Zu dieser Diskussion ums Barfen von Haustieren: Dieser Trend ist lediglich eine Modeerscheinung die aus den USA zu uns rüber kam. Wie so vieles. Ob diese Methode wirklich das einzig Wahre ist, ist und bleibt umstritten. Man sollte auch mal die Schattenseiten eines Trends unter die Lupe nehmen bevor man ihn vorbehaltlos übernimmt. Das ist es eben was diesen Menschen nicht aufgeht. Sie hören von einer neuen Mode und glauben daran, als sei es die ultimative Antwort auf alle ihre Fragen. Ich habe meine Haustiere immer mit Fertigfutter ernährt ( Ja, auch aus dem Supermarkt ) und es ist ihnen nicht besser und nicht schlechter gegangen als jenen, die heute nach den neuesten Erkenntnissen diverser Ernährungsgurus gefüttert werden. Ich bin deswegen ganz sicher kein Tierquäler wie mir einige Leute jetzt bestimmt nachsagen werden. Ich habe auf meine Haustiere aufgepasst, wie auf meinen Augapfel. Und weise somit jegliche Anschuldigungen diese Sache betreffend, als Gegenstandslos zurück. Liebe Barf-Befürworter, „Gewichtsbeaufsichtiger“ und Modepolizisten, behaltet eure Meinung für euch oder teilt sie untereinander. Aber bitte, belästigt damit nicht andere Menschen auf diese aggressive Weise wie ihr sie im Netz praktiziert. Ihr nervt damit nur!

Ich füttere weiterhin meine Haustiere wie ich es für richtig halte!

Ich wiege weiterhin 44, 5 Kilo bei 1,65 cm!

Und ich trage weiterhin das, was ich möchte!

Ich hoffe, ich konnte mit diesem Beitrag, der mir wirklich unter den Nägeln brannte, all jenen etwas Schützenhilfe leisten, die genauso genervt sind von Meinungsmachern und Internetrollen, wie ich es bin.

In diesem Sinne,

viele Rebellische Grüße, Barbarella ♥

 

 

 

Montagsgedanken

Es ist Sonntagabend und man hört die Menschen im Internet und im persönlichen Gespräch murren, dass das Wochenende wieder mal viel zu kurz war. Mal abgesehen davon das es stimmt, fragt man sich selbst, warum die Leute am Sonntagabend so mies drauf sind. Okay, ich gebe zu, schon während der Schulzeit sank meine Laune mit jeder Stunde mit der der Montagmorgen näher kam. Und jetzt im Berufsalltag ist es nicht anders. Ist es die leicht pessimistische Grundstimmung der Menschen, oder auch nur die Tatsache das sie ihren Chef und ihre Kollegen, oder den Lehrer, am Montag wiedersehen.

Was ist eigentlich so schlimm daran, dass wir wieder zur Schule oder zur Arbeit müssen? Hassen wir unsere Tätigkeiten und Verpflichtungen so sehr, dass wir schon Stunden zuvor schlechte Laune haben? Eigentlich nicht, oder? Ich glaube, es ist ganz einfach die Tatsache, dass wir nach den Schönen, mit Hobby und Freunden verbrachten Stunden, wieder die Pflicht rufen hören. Die uns daran erinnert, dass wir nicht nur zum Spielen auf der Welt sind. Ich finde,  auch wenn wir den Montag weiterhin hassen, sollten wir ihn genauso akzeptieren wie den Mittwoch oder den Freitag. Nicht zuletzt weil er ja unabwendbar ist. Lassen wir uns die gute Stimmung die wir am Wochenende empfinden, nicht vermiesen. Genießen wir die freien Stunden so richtig, ohne am Sonntagabend in ein Stimmungsloch zu fallen.

In diesem Sinne, und auch wenn es manchmal schwerfällt: THINK POSITIVE! ☺

Liebe Grüße, Eure Barbarella ♥