Bemerkenswert

Onlinefreunde – Echt oder Falsch?

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Freunde sind durchaus etwas sehr Wichtiges in unserem Leben. Sie begleiten uns durch den Alltag, leisten uns Gesellschaft, und sie geben uns auch mal den einen oder anderen guten Rat wenn wir ein Problem haben. Wir können auf ihre Unterstützung und Hilfe bauen wenn wir traurig oder verzweifelt sind, oder wenn wir beim Umzug mal starke Hände zum Anpacken brauchen. Die richtig Guten unter ihnen dürfen wir auch mal getrost nachts um Drei Uhr anrufen wenn Not am Mann ist. Kurz: Freunde geben uns das Gefühl niemals alleine zu sein. Und genau das ist ja etwas was richtige Freunde so wertvoll macht. Im Zeitalter von Facebook und anderen Sozialen Netzwerken begegnet uns der Begriff „Freunde“ so oft, dass wir direkt glauben wollen, dass all diese Menschen die da unsere Followerlisten bevölkern, tatsächlich zu unserem Freundeskreis gehören. Ich muss sagen, dass ich da nicht viel anders dachte. Und ich habe auch so viele sehr nette Menschen „kennengelernt,“ dass es mir nach wie vor schwerfällt, zu glauben, dass es nur diese Freunde sind, von denen man immer scherzhaft sagt, das sie „im Computer wohnen.“

Doch so allmählich dämmert es mir, dass dieser Spruch ein Körnchen Wahrheit enthält. Denn die meisten von ihnen wären zwar im realen Leben sicherlich richtig gute Freunde, doch die Entfernung zwischen unseren Wohnorten macht es leider praktisch unmöglich, dass wir uns jemals „live“ begegnen werden. Und genau das ist der Punkt, der Onlinefreunde von echten Freunden unterscheidet. Sie existieren in den Weiten des Internets, aber unseren persönlichen Alltag werden sie in den meisten Fällen nie mit ihrer Anwesenheit bereichern können. Haben wir Glück, so dürfen wir uns mal persönlich treffen. Einmal. Zum Hallo-Sagen und Ganz-Kurz-Zeit-Miteinander-Verbringen. Das war es dann auch schon. Auch unter Onlinefreunden gibt es diese sogenannten „Seelenverwandten.“ Menschen die einem auf Anhieb sympathisch sind, und mit denen man sich versteht, als hätte man sich schon eine Ewigkeit gekannt. Mit ihnen teilt man seine großen und kleinen Probleme, Träume und Ideen. Hat die gleichen Ansichten ( oder auch nicht ). Man tauscht auch mal per Post Geschenke aus, und schickt sich gegenseitig Karten aus dem Urlaub oder zum Geburtstag.

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Was eine echte Freundschaft ausmacht, sind aber nicht nur diese kleinen Anklänge von gegenseitiger Sympathiebekundung in Form von Likes oder Herzchen. Eine echte Freundschaft besteht auch aus Treffen, immer Füreinander-Dasein, langen Telefonaten und dem Bewusstsein, dass da jemand ist, der einen braucht und dem man wichtig ist. Das hört sich schon nach einer echten Beziehung an. Und das ist Freundschaft ja eigentlich auch. Eine Beziehung zwischen Menschen die sich sympathisch sind und die auf einer Wellenlänge liegen. Eine Freundschaft die nur auf gelegentliche Likes und Chats im Internet beschränkt ist, kann kaum mit einer Freundschaft mithalten, bei der sich Menschen realen Halt zum Anfassen geben können. Die Beziehungen bleiben immer etwas künstlich, und man erlebt den anderen immer so, als befände er sich in einer fernen Welt, irgendwo zwischen den Sternen. Ich darf sagen, dass ich mich mit meinen Onlinefreunden sehr gut verstehe, und das ich froh bin, wenigstens einige nette Leute im Netz zu kennen. Natürlich würde ich mich freuen, wenn wir die Chance hätten, uns zu treffen und persönlich kennen zu lernen. Aber wie das mit den Wunschträumen meist so ist, sie bleiben Wunschträume. Das Onlinefreundschaften nur aus relativ sporadischem Kontakt bestehen und oft auch nicht wirklich ernst genommen werden, beweist mir die Tatsache, dass sogar das anfangs regelmäßige Chatten und Liken mit der Zeit weniger wird. Bis es irgendwann ganz einschläft, und damit auch die Onlinefreundschaft zum scheitern verurteilt ist. Am Ende wirft einer den anderen aus seiner Followerliste und damit hat es sich. Auch wenn das jetzt sehr krass formuliert ist, aber es ist möglich.

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Unsere Freunde im echten Leben können wir eben nicht so einfach mal aus unserer Freundesliste werfen oder sie völlig ignorieren. Das würden wir auch nur dann tun, wenn sich etwas wirklich Unentschuldbares zwischen uns ereignet. Das Netz ist bleibt ein Ort wo sich Menschen mit ähnlichen Ansichten und Vorstellungen treffen, sich austauschen und auch mehr oder weniger regelmäßigen Kontakt pflegen. Aber eben lediglich per Smartphone oder Computer. Da bleibt eben doch immer diese kleine Schwelle die unüberwindbar zu sein scheint, und die letztlich den Unterschied zwischen echten und virtuellen Freundschaften macht.

Das Glück in der selben Stadt wie der Lieblingsfollower zu leben, hat nicht jeder. Die Distanz zwischen ihnen zerstört ein mögliches Intensiver werden einer solchen Freundschaft. Auch ich habe Onlinefreunde die sich langsam aber stetig aus dem Internet zurückgezogen haben, und zu denen ich dadurch leider kaum noch Kontakt habe. Natürlich könnte ich wieder auf die Leute zugehen, und sie, um es im besten Facebookdeutsch zu sagen, Anzustupsen. Aber da ist wieder diese ( dumme ) Befürchtung, es könnte ihnen nicht recht sein, die mich zögern lässt. Und so lebt man dann weiterhin mit leicht verschlafenen Onlinefreundschaften, und nimmt sich lediglich vor, sie vielleicht in den kommenden Wochen oder Monaten mal wieder aus ihrem Dornröschenschlaf aufzuwecken. Es bleibt dann aber leider meist beim Vorhaben, und der Hoffnung, dass keiner den anderen völlig in Vergessenheit geraten lässt. Auch Onlinefreunde vermisst man, wenn man sie längere Zeit nicht mehr trifft. Auch wenn es nur in der Timeline des jeweiligen Netzwerkes ist.

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Wie dem auch sei, auf jeden Fall betrachte ich die Sache mit den Onlinefreunden nun etwas differenzierter. Ich will nicht sagen, dass ich diese Art der Freundschaft nicht schätze. Sie gehört im Internetzeitalter schließlich zum ganz normalen Alltag. Aber ich bin mir klar darüber geworden, dass sie reale Freunde nicht ganz ersetzen kann. Eine interessante Ergänzung sind Onlinekontakte auf jeden Fall. Hat man doch die Möglichkeit, viel mehr Menschen rund um die Welt kennenzulernen als es normalerweise möglich wäre. Und das sehr nette Menschen dabei sein können, dass kann ich voll und ganz bestätigen. Und wer weiß, vielleicht treffe ich ja doch noch mal ein paar von ihnen 😉

In diesem Sinne, freundschaftliche Grüße von eurer Barbarella ♥

 

 

 

Bemerkenswert

Der Gottgleiche Administrator – Oder Selbstüberschätzung im Netz

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Ich mag Facebook ja ganz gerne. Die Möglichkeit mit netten Leuten über weite Entfernungen in Kontakt zu bleiben, seien es nun gute Freunde, Verwandte, oder einfach nur sehr liebe Fremde, ist der Grund warum ich dieses Netzwerk häufig und gerne verwende. Normalerweise nutze ich es nur zur Kommunikation mit den Menschen auf meiner Freundesliste oder um mich von Infoseiten auf dem Laufenden halten zu lassen. Es war also reine Neugier die mich veranlasste, auch einigen Gruppen beizutreten. Man denkt sich ja nichts Böses dabei. Im Gegenteil, man hofft auf eine gute, höfliche und nette Kommunikation mit den anderen Mitgliedern. Soweit so gut. Man schreibt Kommentare, klickt auf „Gefällt mir“ und teilt auch das eine oder andere Foto mit der Gruppe. Und wenn man viel Glück hat, dann reicht das auch völlig aus um den Frieden zu wahren. Hat man aber Pech, dann gerät man an eine Gruppe deren Administrator sich aufgrund der Tatsache das er diese Gruppe gegründet hat, für etwas Höheres hält. Möglicherweise für Gott persönlich. Zumindest aber hat er, wie er meint, die Stellung des Vorstandsvorsitzenden eines Großkonzerns inne. Schließlich ist es eine große Sache und sehr kompliziert eine Facebook-Gruppe zu gründen. Das rechtfertigt doch allemal das einen die Mitglieder anbeten. So kommt es mir nämlich vor, wenn ich manche Admins so beobachte. Und ehrlich gesagt, diese Haltung stößt mir sauer auf!

Was ist daran so großartig wenn man eine Gruppe auf einem sozialen Netzwerk gründet, dass man sich daraufhin so dermaßen selbst in den Himmel hebt, und dass man sich dann noch äußerst herablassend und unhöflich den Mitgliedern gegenüber verhält.

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Facebook ist solch ein soziales Netzwerk. Mit der Betonung auf „Sozial!“ Das bedeutet für mich, dass man sich anderen gegenüber höflich, respektvoll und freundlich verhält. Egal ob man nun der Admin der Gruppe ist oder ein Mitglied. Mir verleidet es den Spaß an der Mitgliedschaft in Facebook-Gruppen doch ziemlich, wenn ich merke, dass manche Admins sich hochnäsig und aufsässig benehmen, weil sie glauben, es sich erlauben zu können. Administratoren sind keine Götter! Zumindest nicht für mich. Mag ja sein, dass sie bei einigen Menschen damit Erfolg haben, aber ich kritisiere dieses Verhalten, weil es mich ärgert und weil es das zwischenmenschliche Klima in den Gruppen zerstört.

Das man angedroht bekommt, aus der Gruppe ausgeschlossen zu werden, wenn man dieses macht und jenes nicht, dass ist in meinen Augen so kindisch und hanebüchen, dass man es kaum glauben mag. Natürlich soll und darf der Admin über die Gruppe wachen und für Ordnung sorgen. Werbung und anderes unerwünschtes Material muss draußen bleiben, ganz klar. Das sich innerhalb einer Gruppe auch mal gezankt wird, ist ebenso möglich, und auch hier muss der Admin schlichten können. Aber dann sollte er dies in einer Weise tun, die den Mitgliedern nicht das Gefühl vermittelt, kleine dumme Kinder zu sein, die den erhobenen Zeigefinger des Lehrers fürchten.

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Das sich im Netz Menschen mit den unterschiedlichsten Charakteren und Verhaltensweisen tummeln ist ja bekannt. Aber dennoch macht es mich jedesmal irgendwie betroffen, wenn ich mit solch seltsamen Zeitgenossen konfrontiert werde. Nicht das ich mich einschüchtern ließe, aber ich reagiere mit Zurückhaltung, weil ich es nicht einsehe, noch Öl ins Feuer zu gießen und eine ellenlange Diskussion anzuheizen. Es würde ohnehin nichts bringen, denn gewisse Leute sind zu sehr von sich überzeugt, als das man ihnen mit einfachen Worten beikommen könnte. Daher erscheint es mir wirkungsvoller, in die Defensive zu gehen und die Sache abzuschließen, in dem ich die Gruppe verlasse. Ich muss sagen, seit ich solche unschönen Erfahrungen machen musste, trete ich grundsätzlich keinen Facebook-Gruppen mehr bei. Obwohl es mir aufgrund einiger für mich interessanter Themengebiete, doch ein klein wenig leid tut. Ich würde mir wünschen, dass ein paar Administratoren von Facebook-Gruppen diesen Post lesen und sich mal folgenden Rat zu Herzen nehmen, der da lautet: Benehmt euch nicht wie die Götter die ihr nicht seid, und haltet euch selbst mal an die Verhaltensregeln in den Gruppen. Seid höflich und respektvoll. Dann klappt das auch mit den Mitgliedern.

In diesem Sinne, wieder sehr freundliche Grüße von eurer Barbarella ♥

Bemerkenswert

Von Rebellion im Alltag – und warum wir auch mal Nein sagen dürfen

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Ich musste lachen als mir die Idee zu diesem Beitrag kam. So lange ich mich erinnern kann, bin ich ein rebellischer Geist. Ich muss die Dinge hinterfragen, ihren Sinn in Frage stellen und mich auch mal dagegen auflehnen. Das habe ich schon als Kind getan, und ich glaube, ich habe diesen Drang mit den Jahren noch intensiviert. Ich nenne es nicht Angewohnheit, denn gegen etwas zu rebellieren hat nichts mit Gewohnheit zu tun. Es ist eher eine Einstellung die man hat oder nicht hat. Das Teenager gerne rebellieren wissen wir alle. Fast jeder von uns hat es in der Schule oder auch im Elternhaus mal gewagt, die nervliche Belastungsgrenze der Lehrer oder der Eltern zu erproben. Aber wer es wagt, im Erwachsenenalter noch seine Faust zu erheben, der wird nur allzu oft belächelt oder auch als närrisch oder aufrührerisch abgetan. Aber mal ehrlich: Wie oft haben wir zumindest in Gedanken einen Aufstand gegen den Chef, unsere Nachbarn, oder gegen quengelnde Internet-Trolle gemacht. Dass gegen Politiker die das Missfallen des Einzelnen erregen, auch gerne mal rebelliert wird, na lassen wir es gut sein und gewähren wir den Menschen die Freiheit ihre Meinung kundzutun.

Wenn meine Nachbarin mich schon früh morgens mit ihrer Klingeltour nervt, dann sprießen Gedankenwelten in meinem Kopf, in denen ich Mausefallen in ihren Briefkasten lege, oder eine Stinkbombe irgendwo im Treppenhaus deponiere. Hach, es ist doch irgendwie schön und auch erleichternd, wenn man seinem inneren Ärger, den man gegen bestimmte Leute hegt, ein kleines bisschen Ausdruck verleihen kann. Und sei es auch nur gedanklich. Nehmt es mir nicht allzu übel wenn ich hier offen bekenne, dass ich schon vor Jahren einmal eine Essenz im Haus ausgelegt habe, die nicht nach Veilchen duftete. Ich konnte einfach nicht mehr anders. Meine Nachbarn übten sich so fleißig  im strapazieren meiner Nerven, dass ich mir nicht mehr anders zu helfen wusste, und der Gedanke an ihre Reaktionen erheitert mich noch heute. Ich denke, da hat sicherlich auch eine ordentliche Prise jugendlicher Rebellion mitgewirkt. Ich kann aber versichern, niemand hat Schaden genommen, und es hat auch niemand einen Verdacht gehegt. Es wurde gründlich geputzt und der Mief war Geschichte.

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Wenn wir jung sind, dann erwartet man heutzutage fast schon von uns, dass wir protestieren, dass wir zeigen wenn uns etwas nicht passt. Kinder die ruhig und still alles hinnehmen was man an sie heranträgt, sind pflegeleicht und geben niemals Anlass zur Beschwerde. Jung sein bedeutet aber auch das wir versuchen uns mitzuteilen. Und das auch mal lautstark. Ruhig sein können wir im Alter immer noch. Es fällt mir ein bisschen schwer, die politische Rebellion hier so völlig außen vor zu lassen, aber ich tue dies bewusst, weil dies Erstens kein politisches Blog ist, und Zweitens weil es mir zu anstrengend wäre, hier sich stark unterscheidende Meinungen und damit verbundene Meinungsverschiedenheiten zu diskutieren. Dieser Beitrag ist dem Thema Rebellion gewidmet, weil ich vor allem im Internet, aber auch im Alltag solche kleinen Aufstände täglich erlebe. Und weil ich mich sehr gut mit ihnen identifizieren kann.

Kürzlich rief mich eine Freundin an und beklagte das aufrührerische Verhalten ihres Sohnes der gerade im Teenageralter ist, und ich erinnerte mich an meine eigenen kleinen Aufstände zuhause als ich in dem Alter war. An so manche großen und kleinen Reibereien mit den Eltern, Freunden, und ja, auch manchmal mit den Lehrern. Alles halb so schlimm, und man sollte es den Kindern auch nicht zwingend verbieten, zu sagen, wenn ihnen etwas nicht gefällt. Ich riet meiner Freundin dann auch, sich nicht aufzuregen ( auch wenn das oft leichter gesagt als getan ist ), und Geduld zu haben. Denn mit dem Heranwachsen lernen Kinder meist auch, mit ihren Emotionen zu haushalten und nicht wegen jeder Kleinigkeit die Wände hochzugehen. Denn auch wenn die erhobene Faust oft als Symbol für Rebellion verwendet wird, es muss nicht gleich mit Gewalt gegen eine Sache vorgegangen werden. Oftmals genügt auch schon ein wenig geschickte Diplomatie um eine Wendung einzuleiten.

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Das man auch jenseits der Dreißig ein Rebell sein kann und darf, dafür bin ich selbst bestimmt ein gutes Beispiel. Ich sage was ich denke und kassiere dafür auch schon mal die eine oder andere Abfuhr. Damit muss man aber rechnen, wenn man nicht der typische Ja-Sager ist. Ich bin ein schwieriger, kantiger Mensch mit Ansichten die nicht immer mit denen anderer Leute konform gehen. Meine Lehrer und Eltern waren schließlich auch nicht immer begeistert, wenn ich ihnen zu verstehen gab, dass die Schule mal wieder nervt, oder dass der Besuch bei den Verwandten gerade nicht so gelegen kommt. Ein bisschen Rebellion schadet niemandem. Man muss ja nicht gleich die Welt aus den Angeln heben. Aber man muss auch nicht zu allem Ja und Amen sagen.

In diesem Sinne, rebellische Grüße von eurer Barbarella ♥

 

 

Bemerkenswert

Modehunde – Vom Sinn und Unsinn tierischer Accessoires

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Ich bin seit frühester Kindheit Hundeliebhaberin und konnte seither die Entwicklung des Hundes als Haustier und Freund des Menschen über die Jahre mitverfolgen. Ich hatte elf Jahre lang einen Hund und auch wenn mir zwischenzeitlich leider die Zeit für einen neuen Hund fehlte, so halte ich mich dennoch ständig auf dem laufenden über die Dinge die in der Welt der Tierfreunde vor sich gehen. Und da ich dazu noch bekennender Modefan bin, gehören Soziale Medien wie Instagram zu meinen bevorzugten Informationsquellen in Sachen Mode und Lifestyle. Dabei fallen mir natürlich auch die diversen Accessoires der Modeblogger auf. Nicht nur Handtaschen, Schuhe und Sonnenbrillen werden da stolz zur Schau gestellt, sondern zunehmend auch Hunde. Meist sind es kleine Rassen wie Möpse, Französische Bulldoggen oder Cavalier King-Charles Spaniel. Klar könnte man jetzt sagen, Bloggerin XYZ hat eben einen Hund und nimmt ihn mit aufs Foto. Dagegen ist ja nichts einzuwenden. Aber ich habe oft den Eindruck das sich manche Leute bestimmte Hunderassen auswählen, weil sie gerade „in Mode“ sind. Das führt dazu, dass profitorientierte Züchter durch die steigende Nachfrage nach diesen Hunden diese in Masse „produzieren“ und dadurch die Zahl der kranken und überzüchteten Tiere in die Höhe schnellen lassen. Es ist doch kein Geheimnis mehr, dass vor allem Modehunde oftmals unter zuchtbedingten Erkrankungen leiden und ihren Besitzern dadurch mehr Sorge als Freude bereiten.

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Hunde sind aber eigentlich keine modischen Accessoires. Es sind Lebewesen die es verdienen auch als solche angesehen zu werden. Ich will niemandem unterstellen, er würde seinen Hund nicht artgerecht halten. Ich bin sicher, dass auch Modeblogger ihre Hunde lieben und sie gut behandeln. Nur, man sollte sein Haustier nicht nach dem Diktat des momentanen Zeitgeists auswählen.Manchmal habe ich das Bedürfnis diese Menschen zu fragen, ob sie ihren Hund ausgewählt haben, weil ihnen die Rasse gefällt oder ob sie ihn sich gekauft haben, weil er gerade modern ist. Ich bin da eben kritisch. Selbst würde ich nie auf die Idee kommen, mich bei der Wahl meines Haustieres von modischen Trends leiten zu lassen. Beim Betrachten der zahlreichen Instagram-Profile fällt eben auf, dass wenn ein Hund ins fototechnische Spiel kommt, es meistens ein Hund ist, der momentan als modisch „gehypt“ wird. Vielleicht würde manchen ein Dackel, Schäferhund, oder ein knuffiger Mischling viel besser gefallen. Wenn da nicht dieser Trend wäre, der besagt, dass es jetzt eben eine Französische Bulldogge oder ein Mops sein muss.

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Trends sind dazu da, dass man ihnen folgt. Klar, Okay. Aber wenn es um Tiere geht, finde ich es einfach übertrieben, sich vor dem Kauf über die neueste Mode in Sachen Rassehunde zu erkundigen. So wie man Modemagazine durchblättert, um zu erfahren, welche „It-Bag“ denn gerade von den Schultern der angesagten Fashionistas baumelt. Das ich bei jedem Zweiten oder Dritten Account einen dieser sogenannten Modehunde sehe, zeigt mir, wie stark die Menschen durch Trends beeinflusst werden. Sogar bei Entscheidungen die eigentlich so gar nichts mit Mode zu tun haben. Seinen Hund wählt man sich danach aus, wie gut er ins eigene Leben passt und nicht nach seinem modischen Status. Ihn mit einem Schuh oder einer Handtasche zu vergleichen, ist absurd!  Auch wenn ich niemanden gängeln oder bevormunden will, diese Masche mit den Modehunden ist in meinen Augen einfach nur albern, und macht aus den Tieren reine Accessoires, die scheinbar nur den Zweck haben, ihre Besitzer zu schmücken und ihr Outfit aufzupeppen.

Liebe Modefreunde, denkt daran wenn ihr euch einen vierbeinigen Hausgenossen zulegen wollt, dass es nicht darauf ankommt, wie gut er zu eurem Outfit passt, oder welche Rasse gerade in Mode ist. Es kommt nur darauf an, dass er zu euch und zu eurem Leben passt. Man kann gewisse Erwartungen an ein Tier stellen, aber bitte nicht die die es lediglich zu einem schmückenden Beiwerk für euer Styling machen.Dafür gibt es genug andere Möglichkeiten.

In diesem Sinne, tierische Grüße von eurer Barbarella ♥

Bemerkenswert

Egal oder nicht egal – Das ist hier die Frage.

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Wie oft bekommt man zu hören „Das kann Dir doch egal sein.!“ Ziemlich oft sogar. Manchmal sogar in Zusammenhang mit der Nachfrage nach dem persönlichen Ergehen einer Person. Okay, zumindest wenn jemand extrem unhöflich, oder extrem mürrisch und übellaunig ist. Aber mal ehrlich, wann ist uns denn wirklich mal alles egal? Und kann man denn überhaupt die Einstellung pflegen, dass man sich rein gar nichts aus einer Sache macht? Wenn ich mich über Dinge beschwere über die ich der Ansicht bin, dass sie unhaltbar sind, dann kommt garantiert jemand und torpediert meine Ansicht darüber mit einem „Ist mir doch Scheißegal.!“ Gut, ich lasse jedem seinen persönlichen Standpunkt über etwas, denn schließlich geht es mich ja nichts an was ein anderer über eine Angelegenheit denkt. Aber ich muss dennoch zugeben, dass mich dieses absolute Desinteresse irgendwie komisch berührt. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass es da draußen Menschen gibt, denen vollkommen alles egal ist. Außer ihrem täglichen Fernsehprogramm, dem mehr oder weniger geregelten Essen und Handyempfang. Oft denke ich mir dann, was machen diese Leute wenn ein Krieg ausbricht, eine Katastrophe sich ereignet, oder, was man nie hoffen will, dass jemand schwer erkrankt. Denken sie dann immer noch so, oder wird ihnen wenigstens dann bewusst, wie kritisch die Lage sein kann. Und vor allem, sie selbst können durchaus von einer Situation direkt betroffen sein, auch wenn es zunächst mal nicht danach aussieht.

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Die Ignoranz der Menschen ist immer wieder überraschend, obwohl man ihr tagtäglich und ständig begegnet. Natürlich, man muss sich davor schützen, an den Problemen des Lebens zugrunde zu gehen. Und dazu gehört eben auch, dass man einen Schutzschirm um sich bildet, der wenigstens die schlimmsten Dinge von uns abhält. Sonst würden wir wahrscheinlich vieles gar nicht ertragen. Ich sage ja nicht, dass die Leute sich verrückt machen sollen, weil irgendwo wieder irgendetwas passiert ist. Aber ein bisschen mehr Sorge um unser Umfeld und um unsere Zukunft kann nicht schaden. Denn wir alle sind doch mehr oder weniger betroffen von dem was sich um uns herum abspielt. Wie kann es uns dann völlig egal sein, wohin die Entwicklung geht, und warum sind so viele Menschen nicht mehr in der Lage bewusst zu empfinden, wenn etwas möglicherweise gefährlich oder bedrohlich ist. Sind wirklich so viele schon abgestumpft und unempfindlich geworden? Ich lese täglich Kommentare in den Sozialen Netzwerken von Nutzern die es scheinbar stört, wenn andere von ihren Sorgen und Ängsten berichten. Dann heißt es nur „Lasst mich in Ruhe mit eurem Kram!“ oder eben dieses „Ist mir doch Egal.!“ Klar, ich sorge mich auch nicht ständig darum wie es Fremden geht, sie tun es schließlich mit mir auch nicht, aber diese Antworten zeigen mir, wie wenig berührt sich Menschen gegenüber Situationen oder öffentlichen Geschehnissen zeigen.

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Ganz schlimm finde ich es wenn man Menschen die sich Sorgen um politische Entwicklungen machen, unterstellt, sie hätten radikale Ansichten. Das sind meiner Meinung nach in vielen Fällen ungerechtfertigte Vorurteile, die ganz sicher nicht auf jeden zutreffen. Auch wenn ich hier nicht weiter auf politische Themengebiete eingehen möchte ( Es gibt dafür genug andere Blogs ) so sage ich dennoch, dass es eine völlig falsche Einstellung ist, Menschen zu diffamieren nur weil sie sich Sorgen machen. Wenn man nicht einmal das mehr darf, wo soll das hinführen? Sich sorgen ist eine ganz natürliche Regung. Warum ist das plötzlich falsch und/oder nervig? Ihr seht, ich stelle mir da eine ganze Menge Fragen. Mir ist es nicht egal, was um mich herum passiert. Auch wenn ich nicht mit Schnappatmung auf der Couch liege wenn die Nachrichten wieder mal den Weltuntergang beschwören. Trotzdem sage ich dann mit Fug und Recht wenn mich etwas stört oder mir angst macht. Menschen die ständig nur in diesem „Egalmodus“ leben, leben scheinbar in einer Art Blase in der sie, wie sie glauben, sicher und geschützt, existieren. In Wahrheit aber können sie jederzeit von unangenehmen Dingen betroffen werden. Ich hoffe, sie sind dann nicht allzu überrascht. Denn wenn man nur die Augen vor der Wirklichkeit verschließt, trifft sie einen meist umso härter wenn sie sich offenbart.

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Leute, bevor ihr das nächste Mal wieder vorschnell sagt „Das ist mir doch egal!“ oder bevor ihr Menschen die sich vor etwas fürchten, diffamiert und verurteilt, versetzt euch mal in deren Lage, auch wenn das zu viel verlangt ist. Es ist weder Feigheit noch Bosheit wenn jemand Sorgen äußert oder wenn er sich etwas von der Seele reden möchte. Ich kann mir kaum vorstellen, dass es Menschen gibt, die völlig fern jeglicher Empathie leben. Denen es auf gut deutsch gesagt „am Arsch“ vorbei geht, wenn ein anderer Probleme mit etwas hat, oder wenn er sich Sorgen macht. Früher wurde niemand an der Pranger gestellt, wenn er sich besorgt zeigte. Heute wird man dafür mit Vorurteilen belegt oder als Nervensäge abgetan. Das ist für mich auch eine besorgniserregende Entwicklung. Muss ich denn alles für gut oder harmlos halten? Nein, muss ich nicht! Ich bin ein Mensch und habe Gefühle und eigene Gedanken. Wenn ich nur noch angepasst leben darf, dann bin ich kein selbstständig denkender Mensch mehr, sondern ein Roboter der auf fremde Meinungen programmiert wurde. Und der keine menschlichen Regungen mehr hat. Und solange man Mensch ist, sind einem eben manche Dinge nicht egal!

Sicherlich werde ich auch weiterhin „Ist mir doch egal!“ zur Antwort bekommen, wenn ich Bedenken äußere. Aber ich werde es trotzdem tun, denn meine Gedanken und Gefühle zu verbergen nur weil andere davon genervt sind, würde bedeuten, dass ich aufhöre Ich selbst zu sein. Dann müsste ich ständig nur noch nach der Meinung und Anschauung anderer Menschen leben, und das ist nicht Sinn der Sache die man Leben nennt. Ich kann jeden nur dazu ermutigen, zu seinen Gefühlen zu stehen, sie auch mal kundzutun. Auch wenn negative Reaktionen folgen. Vielleicht sehen sich die „Egal“-Typen auch mal vor eine Situation gestellt, die ihnen Bedenken verursacht. Und vielleicht erkennen sie dann, dass es nichts verwerfliches ist, seinen Sorgen Ausdruck zu verleihen.

In diesem Sinne, ganz unbesorgte Grüße, eure Barbarella ♥

Bemerkenswert

Neuer Blog, neues Leben

Dies ist die Kurzfassung des Beitrags.

Meine Lieben, gestern Abend kam mir beim fernsehen aus heiterem Himmel die Idee, wieder ein Blog anzulegen. Ich hatte vor einem Jahr bereits damit angefangen ein Fashionblog zu schreiben, habe aber aus Zeitmangel, und wohl auch aus Mangel an Erfolg, wieder aufgehört und alles gelöscht. Aber irgendwie fehlte mir die Möglichkeit, meine Gedanken und Ideen aufzuschreiben und zu teilen. Ich bin zwar kein besonders mitteilsamer Mensch und werde auch nicht ungehemmt aus dem Nähkästchen plaudern ( wer tut das schon ), aber es gibt mir die Gelegenheit kreativ zu sein und mit interessierten Menschen zu interagieren. Keine Sorge, ich werde hier keine Beschwerdestelle für mich selbst einrichten und die Welt mit meinen Sorgen zupflastern. Aber dennoch denke ich, dass sich über vieles reden und diskutieren lässt, ohne das man gleich an die Substanz geht. Im Alltag begegnen uns so viele interessante Dinge, Gutes und Schlechtes, Schönes und Hässliches ( nicht unbedingt das Äußere einer Person betreffend ), Neues und Altes und all das betrifft uns mehr oder weniger. Wir machen uns vielleicht auch Gedanken über das eine oder andere Thema, und möchten uns darüber unterhalten. Natürlich darf auch über Dinge geredet werden, die uns Sorge bereiten oder uns angst machen. Solange man gewisse Grenzen beachtet, sehe ich dabei kein Problem. Wir Menschen sind eben kommunikative Wesen und sollen das auch ausleben dürfen. Das Internet bietet uns die Möglichkeit miteinander zu diskutieren, und Meinungen und Ansichten auszutauschen. Ich denke zwar nicht, dass mein Blog eine große Spielwiese der Meinungen werden wird, aber in der Hauptsache wird es mir als Ablage für meine Gedanken und Gefühle dienen. Man könnte auch sagen, ein virtuelles Tagebuch. Nicht mehr und nicht weniger. Und wenn sich Leser einbringen möchten, dann dürfen sie das gerne tun. Ich bin auch immer für Rat und Tat dankbar.

Das waren nun ein paar einleitende Worte zu meinem neuen Blog, für den ich hoffentlich etwas mehr Zeit und Elan aufbringen kann, als zuvor. Ich werde es sicher nicht schaffen, täglich neue Beiträge zu schreiben, aber ab und zu, und wenn mir etwas neues, sinnvolles, lustiges oder ernstes, oder auch nachdenkliches einfällt, dann seht ihr es auf jeden Fall auf dieser Seite.

Da bleibt mir jetzt nur noch allen meinen künftigen treuen und auch nicht so treuen Lesern hier viel Spaß zu wünschen.

Viele liebe Grüße, Barbarella ♥

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Meine Meinung – Deine Meinung. Vom Krieg der Ansichten.

social-media-1635579_1920Seit ich im Internet unterwegs bin, bin ich vielen verschiedenen Meinungen begegnet. Jeder hat seine, und jeder vertritt sie auch mehr oder weniger vehement. Ich bilde da ja keine Ausnahme. Daran ist auch eigentlich nichts Falsches. Eine gesunde Streitkultur gehört zum Leben in der menschlichen Gesellschaft dazu. Und ein bisschen Streit tut keinem weh. Schließlich sind Meinungen dazu da um vertreten zu werden. Wenn es allerdings ans Eingemachte geht, wenn persönliche Beleidigungen und Diffamierungen ins Spiel kommen, dann steht die gesunde Streitkultur schnell auf der Kippe. Gerade bei Themen wie Politik, Religion ( ist gerade in diesen Tagen ein besonders sensibles Thema ), Fußball, dass ideale Körpergewicht, Modegeschmäcker, oder sei es auch nur die Frage welche Biersorte die Beste ist, liegen sich die Menschen nur zu gerne in den Haaren beim Austausch ihrer Ansichten. So belustigend es auch sein mag, dabei zuzusehen wie Menschen sich in der Pflege ihrer persönlichen Meinungen ergehen, so ärgerlich und frustrierend ist es, wenn man mittendrin ist und sich einem Hagel von Vorwürfen, Beschimpfungen und nicht selten auch echten Beleidigungen, ausgesetzt sieht. Von tätlichen Auseinandersetzungen will ich hier gar nicht reden, denn ich möchte vor allem die Streitkultur im Internet, im Schutz eines anonymen Profilbildes und Nutzernamens, beleuchten, wie ich sie selbst schon zahllose Male erlebt habe. Auf Twitter, Facebook, und Instagram wird gestritten und gemault was das Zeug hält. Politik nimmt dabei unangefochten den Spitzenplatz ein in der Rangfolge der Themen um die am heftigsten gezankt wird.

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Jeder will recht haben und jeder verteidigt seinen Standpunkt. Was ganz normales Sozialverhalten ist, artet gerade in der Anonymität des Internets oft in boshaftes und sinnloses Gekeife aus. Wir haben alle verschiedene Meinungen über ein bestimmtes Thema, und ja, wir tauschen diese Meinungen auch gerne untereinander aus. Man geht in eine Diskussion mit der Absicht sich mitzuteilen und mal zu hören wie andere dazu stehen. Ich muss sagen, dass ich ein gutes und sachliches Gespräch sehr schätze, und es darf auch mal gestritten werden im Rahmen gewisser Grenzen. Diese werden aber im Netz nur selten respektiert. Man wird regelrecht auseinandergenommen sobald man seine Meinung allzu offen und ehrlich äußert. Das manch einer deshalb die Nerven verliert und seinen Account löscht, kann ich nachvollziehen. Es ging mir mehrmals ganz ähnlich, und dass zeigt mir, wie es um die Streitkultur in unserer Gesellschaft bestellt ist. Ob diese Netzaggressoren auch im echten Leben so hemmungslos angreifen würden, bezweifle ich stark. Die Anonymität der Sozialen Netzwerke erlaubt es ihnen scheinbar gefahrlos, andere niederzumachen, sobald sie ihnen irgendeinen, und sei es noch so fadenscheinigen, Grund dazu liefern.

Es ist durchaus möglich, dass uns draußen ein netter freundlicher Mensch begegnet, der sich dann im Internet als gemeingefährlicher Mobber und Meinungsmacher entpuppt, der anderslautende Ansichten gnadenlos bekämpft. Man sieht so etwas den Leuten nicht an! Ich beteilige mich schon lange nicht mehr aktiv an Diskussionen die sich um eine heikle Thematik drehen, denn ich habe die Erfahrung gemacht, dass es mich nur Geduld und Nerven kostet, mit Leuten zu debattieren, denen es völlig fremd ist, auch mal andere Ansichten und Meinungen zuzulassen. Da redet man gegen eine Wand aus Sturheit, Engstirnigkeit und einer geradezu kindischen Verbohrtheit. Und das erspare ich mir ganz einfach. Dadurch hat sich mein „Onlineleben“ erheblich verbessert. Ich muss nicht mehr so schnell befürchten, wegen einer Nichtigkeit verbal durch den Wolf gedreht zu werden.

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Was bewegt Menschen dazu, sich so aggressiv und unsozial zu verhalten? Wie gesagt, dass sie es auch im alltäglichen Leben tun, ist mehr als unwahrscheinlich. Jemandem Auge in Auge gegenüberstehen und genauso drastisch auszuteilen wie es im Internet geschieht, verlangt doch schon ein gewisses Maß an Mut, und den haben die meisten wohl eher nicht. Nur wenn sie sich sicher fühlen, wie es im Netz der Fall ist, dann trauen sie sich, ihr Gegenüber, wie sie meinen, „platt“ zu machen.

Meiner Meinung nach ist es ein Armutszeugnis für jeden der sich so verhält. Er verbaut sich sämtliche Chancen geachtet und respektiert zu werden. Aber darauf kommt es solchen Leuten anscheinend gar nicht an. Sie wollen ihren Frust loswerden, sich aufspielen und ganz allgemein Zank und Streit verbreiten. Zuhause und am Arbeitsplatz müssen sie still sein und im Hintergrund bleiben, im Internet leben sie dann ihren Drang aus, andere Menschen zu gängeln, zu bevormunden und ihnen die eigene Meinung aufzuzwingen. Gerade bei politischen Themen kennen manche keine Grenzen und hetzen und beleidigen was das Zeug hält. Mit ein Grund warum ich nie ein Politikblog schreiben würde. Dafür hätte ich keine Nerven und daher überlasse ich das Leuten deren Fell dick genug ist, um sich mit Mobbern auseinanderzusetzen. Wird man von solchen Meinungsmachern belästigt, sollte man sie unverzüglich Blocken. Sich darüber zu ärgern oder sich für immer aus dem Internet vertreiben lassen, wäre albern. Denn in der Realität sind diese Menschen oft ganz und gar unauffällig, und keiner würde es von ihnen vermuten. Man könnte sagen, wie sich im Netz verhalten, entspricht gar nicht ihrem wahren Naturell. Es ist ein „so Tun als ob.“ Man kann es auch vergleichen mit „Angstbeißern“ bei Hunden.

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Ich würde sagen, diese Leute kann man gar nicht ernst nehmen. Dafür ist ihr Verhalten zu kindisch und infantil. Ich jedenfalls lasse mir den Spaß am Internet und auch meine eigene Meinung nicht nehmen! Da können sich manche auf den Kopf stellen und mit den Füssen wackeln, dass wird nichts ändern. Wir haben alle das Recht auf unsere eigene Meinung, aber wir haben nicht das Recht, sie anderen Menschen unter Drohungen und Beleidigungen aufzuzwingen.

Jeder der das Internet betritt, macht irgendwann die „Bekanntschaft“ von Menschen denen andere Meinungen und Ansichten nicht gefallen, und die das drastisch und frech kundtun müssen, weil sie glauben, im Netz ja sicher zu sein. In meinen Augen ist das einfach Feigheit! Und das ist nichts was man ernst nehmen oder gar fürchten muss. Mein Rat an alle die schon einmal gegängelt und beschimpft wurden weil sie ihre Ansichten geäußert haben: Schaltet auf Durchzug und steht weiterhin zu eurer Meinung! Gott sei Dank sind meine Erfahrungen mit den Menschen im Internet nicht ausschließlich schlecht. Ich habe viele wirklich nette und aufrichtige Leute getroffen, und dafür bin ich sehr dankbar ☺

In diesem Sinne, liebe Grüße von eurer Barbarella ♥

 

Zeig dich wie du bist – Instagram und die Eitelkeit

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In meinem vorhergehenden Post habe ich mich bereits zu einem Thema geäußert, dass gerade für Instagramnutzer interessant ist, es ging um gekaufte Follower. Mittlerweile bin ich den meisten Nutzern entfolgt, die überwiegend gekaufte Follower haben. Ich finde einfach, dass diese Methode unfair und betrügerisch ist. So zu tun als ob man eine große Berühmtheit ist, obwohl kaum jemand den Namen der Person kennt, die den betreffenden Account führt. Das ist ganz einfach andere Menschen hinters Licht geführt und so etwas unterstütze ich nicht. Man kann nur hoffen, dass solche Leute irgendwann auf die Nase fallen und daraus lernen.

Darüber hinaus ist mir bei Instagram noch etwas Prägnantes aufgefallen. Sehr viele weibliche Instagramnutzer, vor allem Fashion- und Beautyblogger, zeigen sich nur noch mit Gesichtern die mithilfe von Photoshop oft bis zur Unkenntlichkeit verändert wurden. Der Sinn dieses Vorgehens erschließt sich mir nur schwer. Ich kann mir kaum vorstellen, dass es allen Ernstes Menschen gibt, die sich für ihr natürliches Gesicht dermaßen schämen, dass sie es künstlich verändern müssen. Ich meine, die meisten jungen Instagramnutzer sind von Natur aus hübsch und ansehnlich und hätten es eigentlich nicht nötig, solche tiefgreifenden Retuschen vorzunehmen. Aber in der heutigen Zeit in der sich Stars auf öffentlichen Fotos nur noch zeigen,wenn diese vorher bearbeitet wurden, ist es anscheinend Mode sich auch sich selbst per Photoshop in ein Geschöpf von Walt Disney zu verwandeln. Ob man so etwas schön findet oder nicht, dass darf ja Geschmackssache bleiben. Ich finde es eher abschreckend wenn ich auf ein Profil gehe und die Betreiberin sieht aus wie ein Alien mit übergroßen Augen, Schlauchbootlippen ( Aufgespritzt oder Photoshop, wer weiß… ) und das ganze noch übermäßig glattgezogen. Da werden hemmungslos Taillen verschlankt und Beine verlängert, und sogar eine glamouröse Wallemähne vorgetäuscht. Ich habe hier einen Bericht gefunden, über zwei Bloggerinnen die aufgedeckt haben, wie auf Instagram Fotos so extrem bearbeitet werden, dass sie mit der Realität kaum noch etwas zu tun haben.

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Ich persönlich bearbeite meine Fotos zwar auch, aber nur oberflächlich. Ich korrigiere das Licht und retuschiere etwaige Pickelchen die jeder mal hat, oder ich lasse eine unbeabsichtigt ins Bild geratene Mülltonne verschwinden. Auf die Idee mein Gesicht in eine leblose und realitätsferne Maske zu verwandeln, käme ich gar nicht. Denn auch wenn ich durchaus das eine oder andere an mir auszusetzen habe, so ist das für mich kein Grund so dermaßen brutal mit einem Bearbeitungsprogramm einzugreifen. Ich kann verstehen, dass manche Frauen nicht wollen, dass man ihre Fehler sieht, aber deswegen gleich eine „Vollverwandlung“ machen? Eigentlich völliger Blödsinn. Das ich mit meinen naturbelassenen Fotos weniger Likes bekomme als Accounts die „Photoshopgesichter“ zeigen, ärgert mich nicht, aber es zeigt mir wie beeinflussbar die Menschen sind. Sie glauben was sie sehen, auch wenn es die reinste Augenwischerei ist.

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Unser Gesicht ist unsere Visitenkarte. Es zeigt viel von unserer Persönlichkeit. Warum man all das vertuschen und „ausradieren“ will, bleibt mir unverständlich. Mag sein, dass es auf Instagram ein „Trend“ ist, ein ganz bestimmtes Aussehen zu haben. Aber warum sollte man auf diesen Zug aufspringen wollen. Wir sind Menschen und keine Comicfiguren mit lustig grotesken Gesichtern, die eher zum Lachen anregen als zum Bewundern. Klar, man will sich vorteilhaft zeigen und so wenig Fehler wie möglich haben. Kleinigkeiten „wegmogeln“ ist erlaubt. Das tun wir alle und das dürfen wir auch ruhig zugeben. Aber Natürlichkeit sollte man immer vorziehen. Schließlich sind wir so wie wir eben sind. Jeder hat etwas Schönes an sich. Also bleibt wie ihr seid! Das ist mein Rat an euch als Instagrammer, Facebooker oder Twitterer. Denn Natürlichkeit ist Trumpf 😉

In diesem Sinne, ganz realistische Grüße, Eure Barbarella ♥