Zeig dich wie du bist – Instagram und die Eitelkeit

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In meinem vorhergehenden Post habe ich mich bereits zu einem Thema geäußert, dass gerade für Instagramnutzer interessant ist, es ging um gekaufte Follower. Mittlerweile bin ich den meisten Nutzern entfolgt, die überwiegend gekaufte Follower haben. Ich finde einfach, dass diese Methode unfair und betrügerisch ist. So zu tun als ob man eine große Berühmtheit ist, obwohl kaum jemand den Namen der Person kennt, die den betreffenden Account führt. Das ist ganz einfach andere Menschen hinters Licht geführt und so etwas unterstütze ich nicht. Man kann nur hoffen, dass solche Leute irgendwann auf die Nase fallen und daraus lernen.

Darüber hinaus ist mir bei Instagram noch etwas Prägnantes aufgefallen. Sehr viele weibliche Instagramnutzer, vor allem Fashion- und Beautyblogger, zeigen sich nur noch mit Gesichtern die mithilfe von Photoshop oft bis zur Unkenntlichkeit verändert wurden. Der Sinn dieses Vorgehens erschließt sich mir nur schwer. Ich kann mir kaum vorstellen, dass es allen Ernstes Menschen gibt, die sich für ihr natürliches Gesicht dermaßen schämen, dass sie es künstlich verändern müssen. Ich meine, die meisten jungen Instagramnutzer sind von Natur aus hübsch und ansehnlich und hätten es eigentlich nicht nötig, solche tiefgreifenden Retuschen vorzunehmen. Aber in der heutigen Zeit in der sich Stars auf öffentlichen Fotos nur noch zeigen,wenn diese vorher bearbeitet wurden, ist es anscheinend Mode sich auch sich selbst per Photoshop in ein Geschöpf von Walt Disney zu verwandeln. Ob man so etwas schön findet oder nicht, dass darf ja Geschmackssache bleiben. Ich finde es eher abschreckend wenn ich auf ein Profil gehe und die Betreiberin sieht aus wie ein Alien mit übergroßen Augen, Schlauchbootlippen ( Aufgespritzt oder Photoshop, wer weiß… ) und das ganze noch übermäßig glattgezogen. Da werden hemmungslos Taillen verschlankt und Beine verlängert, und sogar eine glamouröse Wallemähne vorgetäuscht. Ich habe hier einen Bericht gefunden, über zwei Bloggerinnen die aufgedeckt haben, wie auf Instagram Fotos so extrem bearbeitet werden, dass sie mit der Realität kaum noch etwas zu tun haben.

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Ich persönlich bearbeite meine Fotos zwar auch, aber nur oberflächlich. Ich korrigiere das Licht und retuschiere etwaige Pickelchen die jeder mal hat, oder ich lasse eine unbeabsichtigt ins Bild geratene Mülltonne verschwinden. Auf die Idee mein Gesicht in eine leblose und realitätsferne Maske zu verwandeln, käme ich gar nicht. Denn auch wenn ich durchaus das eine oder andere an mir auszusetzen habe, so ist das für mich kein Grund so dermaßen brutal mit einem Bearbeitungsprogramm einzugreifen. Ich kann verstehen, dass manche Frauen nicht wollen, dass man ihre Fehler sieht, aber deswegen gleich eine „Vollverwandlung“ machen? Eigentlich völliger Blödsinn. Das ich mit meinen naturbelassenen Fotos weniger Likes bekomme als Accounts die „Photoshopgesichter“ zeigen, ärgert mich nicht, aber es zeigt mir wie beeinflussbar die Menschen sind. Sie glauben was sie sehen, auch wenn es die reinste Augenwischerei ist.

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Unser Gesicht ist unsere Visitenkarte. Es zeigt viel von unserer Persönlichkeit. Warum man all das vertuschen und „ausradieren“ will, bleibt mir unverständlich. Mag sein, dass es auf Instagram ein „Trend“ ist, ein ganz bestimmtes Aussehen zu haben. Aber warum sollte man auf diesen Zug aufspringen wollen. Wir sind Menschen und keine Comicfiguren mit lustig grotesken Gesichtern, die eher zum Lachen anregen als zum Bewundern. Klar, man will sich vorteilhaft zeigen und so wenig Fehler wie möglich haben. Kleinigkeiten „wegmogeln“ ist erlaubt. Das tun wir alle und das dürfen wir auch ruhig zugeben. Aber Natürlichkeit sollte man immer vorziehen. Schließlich sind wir so wie wir eben sind. Jeder hat etwas Schönes an sich. Also bleibt wie ihr seid! Das ist mein Rat an euch als Instagrammer, Facebooker oder Twitterer. Denn Natürlichkeit ist Trumpf 😉

In diesem Sinne, ganz realistische Grüße, Eure Barbarella ♥

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