Wenn das Schicksal dir das Heft aus der Hand nimmt – Vom Umgang mit dem Unabänderlichen.

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Im Teenageralter fängt es meistens an – das Pläne machen für die Zukunft. Was man dabei zunächst mal gar nicht bedenkt, ist, dass man nur zu einem kleinen Teil seine Zukunft fest in der Hand hat. Natürlich kann man durch unermüdlichen Einsatz und einem unbeugsamen Willen viel erreichen. Aber da bleiben immer noch diese Dinge, die nicht in unserer Hand liegen, deren Fäden wir nicht in den Händen halten, weil das Schicksal ( falls es so etwas wirklich gibt ) seine mächtigere Hand im Spiel hat.

Ich, und wahrscheinlich die meisten von uns, können ein Lied davon singen, was es bedeutet, wenn man merkt, dass sich da eine Sache vor einem aufbaut, an deren Lauf man kaum, oder fast gar nichts, ändern kann. Es ist verdammt hart, und je nachdem wie ernst es uns mit einer Sache ist, reagiert man erst mal trotzig, enttäuscht und wütend. Ändern kann man natürlich trotzdem nichts an dem Sachverhalt. Außer sich entweder total hilflos und verzweifelt zu fühlen, oder den Kampf aufzunehmen und das Beste aus der Situation zu machen. Auch wenn sich da erst mal die Frage stellt, Wie? Mir ist das schon so oft passiert, dass ich fast schon sagen kann, dass ich eine gewisse Praxis entwickelt habe, wie ich damit umgehen soll. Auch ich bin anfangs erst wütend und verfluche das Schicksal, bis ich mir dann sage „Ruhe bewahren, Durchatmen!“ und nach der naheliegendsten Lösung suchen. Und die kommt dann zwar meist nicht sofort, aber spätestens nach ein paar Tagen weiß ich dann, was ich tun und wie ich mich verhalten muss.

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Wenn man den Eindruck gewonnen hat, dass die Würfel gefallen sind, wie es so schön heißt, dann muss man sich damit auseinandersetzen, ob man will oder nicht. Ich bin ein eher schnell wütend und frustriert reagierender Mensch, der sich in schwierigen Lebenssituationen erst zur Ruhe mahnen muss, bevor er sich dem strategischen Denken widmet. Also habe ich ein paar Tage lang versucht, mit dem mir auferlegten Thema klarzukommen. Ich muss dazu sagen, dass es sich um eine berufliche Sache handelte, die mir Kopfzerbrechen bereitete. Und so ganz bin ich mit den Rahmenbedingungen auch noch nicht einerlei. Dennoch habe ich mir eine Strategie zurechtgelegt mit der ich relativ gut umgehen kann, und von der ich hoffe, dass sie mir ein wenig Erleichterung beim `Handling´der Sache vermitteln wird.

Ich bin mir bewusst, dass es für mich ein Vorankommen im beruflichen Bereich bedeutet, und mir darum auch einige nicht unerhebliche Vorteile verschaffen wird. Einige Menschen haben mir, ohne es zu wissen, in gewisser Hinsicht auch ein wenig zur Einsicht verholfen und mir die Entscheidung etwas leichter gemacht. Gewiss ändert das alles nichts daran, dass ich eigentlich andere Pläne hatte, aber nachdem ich mich mit den Vorteilen vertraut gemacht und mir ganz bewusst vorgenommen habe, die Nachteile zwar nicht zu ignorieren, aber doch mutig und entschlossen damit umzugehen, fand ich die Kraft, mich der Sache zu öffnen und zumindest eine gewisse Zuversicht zu entwickeln.

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An mir liegt es nun auch, mich darauf zu konzentrieren, die kleinen Veränderungen in meine Lebensplanungen zu integrieren, und zu versuchen, sie als Chance, und auch als Privileg zu sehen. Eine positive Einstellung auch zu Veränderungen im ganz persönlichen Bereich kann helfen, leichter und befreiter damit umzugehen, dass sich eben ein ganz bestimmter Plan nicht in die Tat umsetzen lässt. Dann lässt man sich eben darauf ein und schaut was dabei herauskommt. Es bringt nichts, dagegen anrennen zu wollen. Ich habe das schon so viele Male versucht und bin jedes Mal gescheitert. Das war für mich die Ansage, mich endlich der Herausforderung zu stellen und die Sache zu schultern.

Man wächst mit seinen Aufgaben heißt es immer. Und ich denke, darin liegt ein Körnchen Wahrheit. Das einzige was man braucht, ist die Bereitschaft und den Mut, diese Aufgaben anzufassen und diesem Weg ein Ziel zu geben, an dem man sagen kann, man hat es geschafft. Man hat z.B seiner Karriere den entscheidenden Schwung gegeben, und darf sich nun auch auf die Früchte seiner Bemühungen freuen. Genau das werde ich auch tun! Ich werde sicherlich noch das eine oder andere Mal tief durchatmen müssen angesichts der größeren Verantwortung, der komplizierteren Aufgaben und der teilweise recht eigensinnigen Randbedingungen. Ach egal, jetzt heißt es: Visier runter, Schilde hoch und auf in den Kampf! Packen wir es an!

In diesem Sinne, entschlossene Grüße von eurer Barbarella ♥

 

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