Meine Woche im Netz und im Real-Life

Nachdem ich mir nun wieder einen neuen Twitter-Account zugelegt, und sich der Ärger über hinterlistige Denunzianten im Netz etwas abgekühlt hat, bin ich mit meiner Welt wieder im Reinen. Da ich genauestens Bescheid weiß, wie es in der virtuellen Realität zugeht, bin ich jetzt besser gewappnet. Aber dies nur am Rande. Meine kleine Onlinewelt hat sich seit zwei Wochen um ein neues Universum vergrößert. Ich habe mir auf die unablässige Bitte einer früheren Schulkameradin, die seit vielen Jahren in den USA lebt, einen Account beim Chatdienst „Whatsapp“ angelegt. Ich muss sagen, dass ich mich lange dagegen gesträubt habe, diesem Dienst beizutreten, da ich bereits anderweitig mit Chatmöglichkeiten versorgt war, die bislang auch völlig ausreichten um mit meinen wichtigsten Kontakten „in Touch“ zu bleiben.

whatsapp-1789194_1280

Ich bin mir in den vergangenen Tagen über einiges klar geworden, was mir bis jetzt nur eher verschwommen vor Augen stand. Nämlich über meinen ganz persönlichen Platz im Leben. Und es ist ein beruhigendes Gefühl diesen Platz endlich zu kennen und sich an ihm wohl und sicher zu fühlen, nachdem ich vorher über ziemlich viele holprige Wege gestolpert bin auf der Suche nach diesem Platz. Ich empfinde ein großes Gefühl inneren Friedens und der Befreiung vom ständigen Nachdenken über mein persönliches Wohin. Endlich zu wissen, was man will und was man nicht will, ist eine riesige Erleichterung.

away-1620275_1280

Der Herbst zeigt sich hier momentan von seiner schönen und sonnigen Seite. Golden leuchtendes Laub an den Bäumen, auf den Wegen und Wiesen, kontrastiert mit dem strahlenden Blau des Oktoberhimmels. Gelegenheit noch einmal die Mode zu tragen, die ich mir im Spätsommer gekauft hatte, und die ich beinahe schon in die Winterruhe geschickt hätte. Trotz der milden Temperaturen macht es mir schon jetzt Freude, mich so ganz allmählich mit dem Aussuchen der Geschenke für das kommende Weihnachtsfest zu befassen. Ich bin da ganz praktisch veranlagt und sage mir je eher desto besser. Dann stehe ich kurz vor dem Fest nicht mehr unter dem Stress noch schnell Geschenke suchen und finden zu müssen.

klaffer-2834636_1280

Ich genieße einfach die Zeit in der die Natur ihr Gesicht verändert und mit bunten Farben schmückt. Der Herbst bedeutet für mich auch innehalten und sich besinnen, auf die Dinge von denen ich weiß, dass sie mir unendlich wichtig und wert sind. Meine Familie, meine engsten Freunde, und natürlich auf Mich selbst. Zu oft habe ich immer nur darauf geachtet, dass es anderen gut geht. Darüber sollte man nie vergessen, dass man selbst auch noch da ist und Aufmerksamkeit braucht. Und die sollte man sich auch öfter mal Zukommen lassen. Und das mache ich auch. Ganz ohne schlechtes Gewissen.

In diesem Sinne, ein schönes und sonniges Herbstwochenende, wünscht euch eure Barbarella ♥

 

Advertisements

Politische Beiträge – Oder warum ich lieber den Mund halte.

bundestag-2463236_1280

Kürzlich las ich einen Artikel im persönlichen Blog einer Freundin, der mich zum Nachdenken anregte, und in mir den Drang weckte, entgegen meiner früheren Einstellung nun doch mal einen Beitrag zum Thema Politik zu verfassen. Bisher war mir dieses Themengebiet zu heikel, zu kontrovers und provokant um mich daran zu wagen, oder sogar darüber einen Beitrag zu schreiben. Ich weiß nämlich, wie hart man kritisiert werden kann, wenn man im öffentlichen Raum politisch Stellung bezieht. Ich muss zugeben, dass ich mich auf Twitter durchaus schon mal kritisch geäußert habe, zu Ereignissen die politischer Natur waren, und die mich von der Sachlage her dazu herausforderten, meine Meinung kundzutun. Dafür bekam ich, wie zu erwarten, postwendend harsche Kritik von Leuten, die meiner Meinung nicht standhalten konnten oder wollten ( Ich tendiere eher zu letzterem ). Das ging so weit, dass einige es sogar für nötig hielten, mich auf Twitter zu bashen.

Ich war teilweise doch ziemlich überrascht wie schnell Menschen bereit sind, ihre mehr oder weniger gute Kinderstube zu vergessen, und mir Dinge an den Kopf zu werfen, die man vielleicht in schmuddeligen Hinterhöfen erwartet, aber normalerweise nicht in Gesprächen mit Menschen die eine gewisse Bildung haben. Wobei man ja bei vielen nicht so recht weiß, wo sie ihre Bildung erworben haben. Haben sie ihr Bildungsniveau lediglich gewissen privaten Fernsehsendern zu verdanken, so erklärt das natürlich einiges. Viele haben die Bundestagswahl 2017 als Möglichkeit angesehen, ihrem Unmut Ausdruck zu verleihen und den Politikern zu zeigen, dass sie sich als Bürger Deutschlands unverstanden fühlen. Das ist ihr gutes Recht in einer Demokratie. Das nicht wenige die Afd gewählt haben, war vielleicht für einige überraschend, und für nicht wenige sogar skandalös. Schnell, wie ich finde zu schnell, wurden Wähler die nicht „Mainstream“ gewählt haben, als Nazis abgestempelt und in die äußerste Rechte Ecke gestellt.

Es ist halt sehr bequem jemanden kurzerhand als Nazi zu brandmarken wenn man von ihm weiß, dass er, sagen wir mal, „kritisch,“ gewählt hat. Diese vorschnelle Verurteilung von Menschen scheint mir vor allem im Internet stark „in Mode“ gekommen zu sein. Man muss schon aufpassen was man sagt oder schreibt, wenn man nicht ins Visier von Leuten geraten will, denen anderslautende Meinungen nicht ins Revier passen. Doch diesen Leuten sei gesagt, ihr könnt den Menschen zwar verbieten ihre Ansichten und Standpunkte zu äußern, aber ihr könnt ihnen nicht verbieten zu denken. „Die Gedanken sind frei“ heißt es in einem deutschen Volkslied zur Gedankenfreiheit. Und das ist schon mal gut so!

federal-council-2463230_1280

Das ich mich seit meinem letzten Ärger mit solch unliebsamen und intoleranten Mitbürgern, die doch sonst immer Toleranz predigen, zurückhalte was politische Themen angeht, ist verständlich. Schließlich will ich meinen Frieden haben, wenn ich im Internet unterwegs bin um mich mit anderen Nutzern auszutauschen. Dann eben nicht über Politik sondern über die ganz belanglosen und netten Dinge des Lebens. Die Nachbarn, das Wetter, Freunde und Familie, oder Neues von Prominenten etc. Das ich dennoch weiterhin meine ganz eigene Meinung über die Vorgänge in der Politik habe, dass kann man sich denken. Schließlich ist Denken ( noch ) nicht verboten. Auch jene Zeitgenossen, die es so hart getroffen hat, als sie erfuhren, dass ich nicht ihrer Meinung bin. Leute die anderen Toleranz vorschreiben, sie aber selbst nicht aufbringen können sobald es nicht nach ihrer Nase geht, kann ich nicht ernst nehmen. Das wäre zu viel verlangt.

Ich behalte meine Meinung für mich und bewahre so meinen Frieden. Gedanklich darf ich aber rebellieren wenn mir etwas nicht passt. Das kann mir keiner verwehren. Auch wenn es einem Rebellen wie mir manchmal schwerfällt, nicht meine ehrliche Meinung zu äußern, so lasse ich es doch lieber und halte damit auch meine „Hater“ auf Abstand. Ich kann mich, ganz ohne Zier als jemanden bezeichnen, der im Internet viel über Menschen gelernt hat. Vor allem über die Maske die Viele in der Öffentlichkeit tragen, und die sie fallen lassen, sobald sie anonym im Netz unterwegs sind. Ich habe das Gesicht unter dieser Maske schon so oft kennenlernen dürfen, dass es mir zu erheblicher Menschenkenntnis, aber auch zu gewissem Misstrauen Menschen gegenüber verholfen hat. Gerade bei heiklen Themen wie Politik, fällt bei vielen Nutzern dieser Vorhang und sie greifen an.

populist-1872440_1280

Ich halte mich in diesen politisch schwierigen Zeiten zurück, was freie Meinungsäußerung angeht. Das erleichtert mir die Nutzung der sozialen Netzwerke erheblich. Ich muss nicht mehr mit „Mobbing“ und „Bashing“ rechnen, weil ich meine Ansichten nicht mehr glasklar durchblicken lasse. Sie bleiben in meinem Kopf und sind damit unzugänglich für all jene, denen sie ohnehin sauer aufstoßen würden. Schließlich will ich nicht, dass diese Menschen zu ihrem Kampf gegen andere Meinungen, auch noch  zusätzlich Magenbeschwerden bekommen ( Vorsicht Ironie! ).

Das Ergebnis der Bundestagswahl 2017 war aufrüttelnd, und ein Zeichen dafür, dass die Bürger doch gelegentlich mitdenken und mitverfolgen was um sie her geschieht. Und das sie durchaus bereit sind, sich zu äußern. Auch wenn das nicht jedem in den Kram passt. Aber Freiheit heißt auch, seine Meinung vertreten zu können und zu dürfen. Obwohl das mit dem „dürfen“ mittlerweile so eine Sache geworden ist. Und eine Wahl bietet eine gute Plattform um mitzureden und sich zu äußern. Gerne auch mal laut. Denn allzu leises Geflüster wird ja nur allzu gerne überhört. Und die Kritiker als Nazis zu betiteln, ist nur Ausdruck davon, dass keine Argumente vorhanden sind, mit denen sich die kritische Haltung erklären lässt. Ich habe leider auch den Eindruck, dass es von einigen als modern angesehen wird, sofort die Nazikeule zu schwingen, wenn jemand sich kritisch zur Regierungspolitik äußert. Man bekommt damit viele Follower in sozialen Netzwerken, weil viele das einfach cool und richtig finden. Kurz: Man wird beliebt und angesehen im Internet. Etwas was bei den meisten Nutzern als höchst erstrebenswert gilt.

Mich, der ich bisher meist offen mit Menschen geredet habe, macht diese Haltung betroffen. Zeigt sie mir doch, wie wenig diese Menschen nachdenken. Wie wenig Gedanken sie sich darüber machen, warum viele Wähler Protest gewählt haben. Denkt doch einfach mal nach, bevor ihr anderslautende Meinungen so abstraft und die Menschen dahinter diffamiert und ausgrenzt! Es ist ja auch furchtbar schwer sich mal in andere Menschen hineinzudenken und sie zu verstehen. Da ist es leichter, sie sofort in die Rechte Ecke zu stellen und ihnen das Brandmal der politischen Sünde aufzudrücken.

demokratie-1536632_1280

Meine Bitte an diejenigen die glauben, es sei völlig in Ordnung andere wegen ihrer Ansichten zu mobben, zu stigmatisieren und voreilige Behauptungen über sie aufzustellen: Schaltet erst mal euren Kopf ein bevor ihr urteilt warum jemand etwas tut oder warum er einer bestimmten Ansicht ist. Ihr seid schließlich auch einer Ansicht, habt eure Meinung in der Politik. Gesteht dieses Recht auch mal anderen zu. Eine Meinung zu haben ist kein Verbrechen und macht keinen zu einem schlechteren Menschen. Lasst eure Wut nicht im Internet an Leuten aus, nur weil sie euch nicht zustimmen. Ich weiß, dass meine Bitte wahrscheinlich nicht gehört wird, weil es cooler ist mit dem Strom zu schwimmen und allen nach der Nase zu reden. Trotzdem wünsche ich mir, dass auch Leute die Kritik laut werden lassen, mehr Akzeptanz oder zumindest Toleranz, und nicht nur diese offen feindselige Ablehnung, erfahren.

Diesen Beitrag musste ich einfach mal loswerden. Ich wollte eigentlich, aus oben genannten Gründen, nie über Politik schreiben. Dies wird wohl auch kein politischer Blog werden. Aber der Beitrag einer lieben Freundin hat mir Mut gemacht, meinen Gedanken zu diesem Thema doch einmal Ausdruck zu verleihen.

In diesem Sinne, ganz unkritische Grüße und ein schönes Wochenende, wünscht euch eure Barbarella ♥

 

 

 

 

 

Hello October! – Der Herbst ist da. Zeit, Licht ins Dunkel zu bringen.

halloween-2742991_1280

Die dunkle Jahreszeit kündigt sich an mit wabernden Morgennebeln, kühleren Temperaturen, grauen Regentagen, buntem im Wind wirbelndem Laub und stimmungsvollen Landschaftsimpressionen. Aber auch als kleine „Wiedergutmachung“ der Natur für die Lichtarmen Stunden, viele Leckereien wie Nüsse, Äpfel, Trauben, Maronen und vieles mehr. Pilzsammler sind unterwegs um Zutaten für herbstliche Menüs aufzustöbern, die Bauern fahren auf ihre Felder um die Ernte einzubringen, und alles ringsum scheint ruhiger, ja fast besinnlich zu werden. Ich mag den Herbst, auch wenn mir die sonnigen Tage im Frühjahr und Sommer noch lieber sind. Aber ein ewiger Sommer wäre doch langweilig. Dann würden wir es verlernen, die helle und warme Jahreszeit zu schätzen. Sie würde zu einer Selbstverständlichkeit und wir würden sie am Ende gar nicht mehr bewusst wahrnehmen. Die Natur sorgt also für die nötige Abwechslung.

Im Herbst lassen wir das vergangene Jahr Revue passieren, denken nochmal an den Sommerurlaub und freuen uns schon auf Weihnachten. Obwohl die Supermärkte es wirklich übertreiben, wenn sie schon im September Lebkuchen und Pfeffernüsse in die Regale räumen. Dazu muss ich aber gestehen, dass ich schon zu diesen Leckereien greife, denn die Lichtarme Jahreszeit lässt uns nach einem Ersatz für Sonne und Wärme suchen. Was liegt da näher, als sich mit einer Tasse Tee und ein paar Plätzchen und vielleicht einem guten Buch oder dem Lieblingsfilm, aufs Sofa zu kuscheln, während draußen die Blätter im Sturm tanzen oder der Regen an die Fensterscheibe prasselt.

tree-779827_1280

So manchen unter uns lässt die früh hereinbrechende Dunkelheit und das graue Wetter schier verzweifeln. Der Mangel an Licht und Sonne schlägt aufs Gemüt, und sogar der ansonsten fröhliche, optimistische Mensch bekommt düstere Gedanken. Ich nehme mich da nicht aus. Obwohl ich wirklich sonst kein Miesepeter oder Grübler bin, wenn das Wetter in sein herbstliches Tief sinkt, dann sinkt meine Laune oftmals mit. All die kleinen und großen Alltagsprobleme scheinen unüberwindlich zu sein, und ich mache mir Sorgen um Dinge die ich nicht ändern kann, und die mir plötzlich wie eine riesige dunkle Bedrohung am Horizont vorkommen. Nicht gerade die besten Voraussetzungen um in gemütlich-entspannte Herbststimmung zu kommen.

autumn-mood-1229981_1280

Solche Gedanken einfach wegzuschieben ist mir nicht möglich. Jedenfalls nicht so ohne weiteres. Schließlich ist hier nicht die Rede von Hirngespinsten die man einfach zur Seite fegt und als Quatsch abtut. Meine Strategie dagegen ist, so oft wie möglich raus an die frische Luft, sich mit netten Menschen umgeben, und vor allem, sich mit Dingen ablenken die Freude machen und eine positive Stimmung erzeugen. Bei mir ist es besonders meine Familie die mir emotionalen Halt und Sicherheit gibt. Sozialkontakte nur dann, wenn diese Menschen mir nicht noch zusätzlich mit Problemen kommen und die aufgehellte Atmosphäre so wieder verdüstern. Nach einem langen Tag fällt es mir oft schwer abzuschalten und in den Ruhemodus zu finden. Und gerade bei fehlendem Licht draußen reagiert der ganze Organismus langsamer und man neigt zu Trübsinn. Dabei lädt die kühle Jahreszeit geradezu dazu ein, in Ruhe zu sich selbst zu finden.

autumn-mood-1716250_1280

Man muss sich nicht vom Wetter die Stimmung verderben lassen. Ich liebe es z. B. Abends ein paar Kerzen anzuzünden und damit eine angenehme ruhige und gemütliche Atmosphäre herzustellen. Warmes Kerzenlicht entspannt und erleichtert somit auch das Abschalten vom Tag. Außerdem brauchen wir Menschen zusätzlich Licht wenn die natürliche Lichtquelle der Sonne öfters fehlt, wie es in Herbst und Winter der Fall ist.

Mein Rat an euch: Geht raus an die Luft, macht alles was euch Freude macht und versucht Positiv zu denken. Auch wenn das manchmal schwer fällt. Sich an den typischen Merkmalen der dunklen Jahreszeit zu erfreuen ist besser als sich davon runterziehen zu lassen. Jede Jahreszeit hat etwas Schönes, auch wenn es draußen kalt und dunkel ist. Das Beste aus allem zu machen, ist auch hier eine wirklich gute Einstellung.

In diesem Sinne, einen guten Start in die neue Woche und in einen gemütlichen Herbst, wünscht eure Barbarella ♥

 

 

Probleme mit Followern im Internet – Probleme mit Menschen allgemein?

Nachdem ich vergangene Woche beim Kurznachrichtendienst Twitter erneut ausgesperrt wurde, und nach einer reiflichen Überlegung ob ich mir überhaupt eine Rückkehr ins soziale Netzwerk zutrauen soll, habe ich mir dann doch wieder ein Profil angelegt. Es ist allerdings nur ein kleiner privater Account, auf dem ich nur wenigen Folgen werde. Nämlich ein paar ausgewählten Leuten, die ich schon seit Jahren kenne und denen ich vertraue. Denn das man liebgewonnene Menschen vermisst, hat wohl jeder der sich in sozialen Netzwerken längere Zeit aufhält, schon einmal festgestellt. Man lernt Leute kennen die wirklich nett und ehrlich sind, und von denen man nie eine Bosheit zu erwarten hätte. Man weiß das einfach nach einer gewissen Zeit, die man mit ihnen Online zubringt.

Natürlich fand ich es immer lustig und auch interessant, mich mit vielen unterschiedlichen Menschen auszutauschen. Ihre verschiedenen Meinungen und Standpunkte zu hören, war aufschlussreich und inspirierend. Leider führte das aber oft zu Streitigkeiten, und auch allzu oft zu, ich muss es so sagen, hinterlistigen Aktionen gegen mich. Die Unfähigkeit andere Meinungen auszuhalten und zu tolerieren, machte jegliche weitere Interaktion mit vielen Followern unmöglich. Zuletzt hatte ich das Gefühl, einigen Leuten nicht mehr über den Weg trauen zu können. Ich möchte hier niemanden beschuldigen, oder etwas nachsagen wofür ich keinen Beweis habe, aber die Tatsache das man mir mehrmals quasi aus dem Hinterhalt übel mitgespielt hat, lässt einfach keinen anderen Schluss zu.

Ich hatte eigentlich nie Probleme mit Menschen. Im Gegenteil. Ich ging immer offen auf sie zu, egal welche Meinung sie vertraten. Ich habe stets nur den Menschen hinter dieser Meinung gesehen. Nie wäre es mir eingefallen, jemanden wegen seiner Ansichten zu diffamieren oder auszugrenzen. Egal ob es sich um Politik oder andere Themen handelte, ich war stets bereit, auch anderslautende Meinungen zu lesen und zu akzeptieren. Und ich werde das auch weiterhin tun. Leider scheint es da draußen aber eine Menge Leute zu geben, die diese Haltung nicht zu erwidern bereit sind. Sie warteten nur darauf, dass sie mich attackieren konnten. Ohne das ich es ahnte. Und ohne das ich ihnen einen wirklich verständlichen Grund lieferte. Es reichte bereits, wenn sie wussten, dass ich in einer Sache nicht ihre persönlichen Ansichten teilte. Ein, wie ich finde, extrem militantes Verhalten, dass in einem Netzwerk welches sich „Sozial“ nennt, doch eher unpassend ist.

Wie dem auch sei, diese Tatsache hat bei mir dazu geführt, dass ich von nun an nur noch Menschen traue, die ich kenne, und von denen ich weiß, dass sie mir nicht in den Rücken fallen, nur weil ich mal nicht mit ihnen einer Meinung bin. Leute die ihre Standpunkte damit durchsetzen, dass sie anderen im Internet hinterrücks Probleme machen, weil ihnen deren Meinung nicht passt, werden jedenfalls nicht zu meinem Freundeskreis gehören. Definitiv nicht!

Natürlich bin ich ein wenig enttäuscht. Aber mir wurde dadurch auch klar, dass ich einfach nicht jedem sofort trauen darf, nur weil der mich freundlich anlacht. Man muss einfach Menschen eine Zeitlang beobachten um herauszufinden, ob sie ehrlich sind. Eine Erkenntnis die mich zukünftig im Internet begleiten wird. Im übrigen fühle ich mich mit meinem neuen privaten Twitteraccount sehr wohl. Ich kann meine Onlinezeit mit Menschen verbringen die ich mag. Und das ist für mich auch Sinn des Ganzen. Wirklich ernst nehme ich soziale Netzwerke zwar ohnehin nicht, aber um Kontakt mit Menschen halten die ich mag, mich über aktuelle Geschehnisse zu informieren, oder auch mal ein nettes Gespräch zu führen, dafür schätze ich das Internet. Und mit den paar „unliebsamen“ Zeitgenossen komme ich klar. Ich halte mich einfach zurück.

Man wird mich also weiterhin im Internet antreffen. Nur nicht mehr so offen und ohne Vorbehalte wie bisher. Das bin ich meinem persönlichen Frieden einfach schuldig!

In diesem Sinne, liebe Grüße und eine schöne Woche, wünscht eure Barbarella ♥

 

 

 

 

 

Mit Freunden über alles reden – Kann man das wirklich?

trust-1418901_1280

Heute früh kam mir ein Gedanke der mich dazu anregte, mich mal näher mit der Beziehung zu meinen Freunden zu befassen. Die Frage, wie eng man so eine Freundschaft eigentlich knüpfen sollte, drängte sich mir auf. Ich habe zwar nicht sehr viele Freunde, aber die wenigen die ich habe, sind mir lieb und wert. Trotzdem gibt es diese Situationen zwischen uns, die sich in der letzten Zeit häufen. Gerade weil ich meine Freunde schon lange kenne und wir uns auch in vielem ähnlich sind, erzähle ich ihnen natürlich auch mal Dinge die sehr Persönlich sind, und die daher eigentlich nicht vor außenstehenden Personen auf den Tisch gelegt gehören. Das wäre die Notiz an mich! Unglücklicherweise neige ich ein wenig zur Vertrauensseligkeit. Ich tausche mich gerne mal mit Freunden über Alltagsprobleme aus, weil ich der Ansicht bin, dass es Vertrauen schafft, wenn man sich öffnet und nicht nur über die schönen Seiten seines Lebens spricht.

Leider kommen solche Themen bei vielen Menschen falsch an. Spreche ich im Freundeskreis über gesundheitliche Probleme wird mir bereits ein schleichender Alterungsprozess unterstellt. Okay, mit Ü30 ist man kein Kind mehr, aber jetzt schon alles mit dem Alter erklären zu wollen, scheint mir dann doch aus der Luft gegriffen. Viele Gesundheitsprobleme haben nämlich nichts mit dem Alter zu tun, sondern liegen auf vielfältigen äußeren Einflüssen begründet. Ich habe auch oftmals ein wenig den Eindruck, dass manche Freunde sich je nach Gesprächsthema dazu angeregt fühlen, mit mir in einen Konkurrenzkampf zu treten. Das finde ich sehr nervig und unnötig.

Das nimmt mir die Freude daran, mich über Alltägliches mit Freunden auszutauschen, weil ich dann damit rechnen muss, dass sie alles falsch auslegen, anfangen zu sticheln und mich in einem völlig falschen Licht betrachten. Ich unterstelle ihnen noch nicht mal eine böse Absicht, denn möglicherweise ist es einfach nur ein Teil ihres Charakters. Das ich mich daran störe, ist eben ein Teil meines Charakters. So groß können die Unterschiede zwischen Freunden manchmal sein. Ich versuche es zu ignorieren und nicht zu einer Gefahr für meine Freundschaften werden zu lassen. Aber mir fällt das schwer. Und ich sehe mich gezwungen, meine nächsten Gesprächsthemen im Freundeskreis weniger Persönlich und Privat ausfallen zu lassen. Dann werden sich unsere Themengebiete eben mehr um Belangloses drehen. Zumindest bei jenen Freunden von denen ich weiß, dass sie so reagieren.

Manche Verhaltensweisen von Menschen, gerade von Freunden, machen mich doch betroffen. Ich habe schon oft den Rat bekommen, doch lieber nicht alles vor Fremden breit zu treten, denn viele Dinge aus dem Privatleben sind nicht für die Ohren anderer bestimmt. Tatsächlich kam ich zu der Erkenntnis, dass diese Ratschläge absolut richtig waren. Ich denke mir dann, dass ich doch den Mund gehalten hätte. Dafür ist es aber meistens zu spät, wenn die Freunde schon alles über einen wissen. Zu vertrauensselig sollte man eben nicht sein! Auch die besten Freunde bleiben bis zu einem gewissen Grad Fremde. Sie erreichen nicht den Vertrauensstatus von Familienangehörigen. Darum wird es mir eine Lehre sein, nicht alles auszuplaudern nur weil man gerade einen „besten Freund“ vor sich hat. Was der in Wahrheit über einen denkt, ist oft alles andere als freundschaftlich. Nach meiner Erfahrung betrifft dieses Problem meist Freundschaften mit Frauen. Männer neigen eben doch weniger zu diesem berühmt-berüchtigten „Zickenkrieg.“ Den ich übrigens für total albern und überzogen halte!

Wie dem auch sei, ich habe wieder etwas gelernt in Sachen Umgang mit den Mitmenschen. Auch Freunde verdienen es nicht immer, dass man ihnen seine innersten Angelegenheiten vor die Füße schüttet. Nicht umsonst herrscht bei einigen Berufsgruppen eine Schweigepflicht. Das werde ich mir künftig zu Herzen nehmen und über allzu Vertrauliche Themen lieber schweigen. Ich war von der Annahme ausgegangen, dass es hilfreich ist, sich unter Freunden etwas von der Seele zu reden. Das diese Aktion nach hinten losging, damit hätte ich zwar rechnen müssen, aber wie das eben so ist: Hinterher ist man immer schlauer.

In diesem Sinne, freundschaftliche Grüße von eurer Barbarella ♥

 

 

 

 

Meine Woche im Netz und im Real-Life

Diese Woche begann wie so oft mit den üblichen kleinen und großen Pannen, die ich mittlerweile schon gewohnt bin. Gott sei Dank waren es nur Kleinigkeiten die mich nicht weiter aus der Fassung bringen konnten. Ich konnte in einer lästigen Sache zu einem Abschluss kommen, was ich als sehr beruhigend und positiv für meine innere Verfassung empfinde. Man wirft einen Ballast ab, der doch ziemlich auf die Schultern drückte. Das bedeutet zwar nicht, dass ich sämtliche Probleme aus der Welt schaffen konnte, aber wenigstens war es mir möglich, in einer bestimmten Angelegenheit klar Schiff zu machen. Und das ist auch was wert.

Ich beobachte derzeit vieles um mich herum, dass mir große Sorge bereitet. Ändern werde ich es nicht können. Es sind Veränderungen in meiner Umgebung die so tiefgreifend sind, dass sie mich fast schon im Innersten treffen. Ich weiß, dass viele sagen werden, ich solle mich nicht so anstellen, nichts bleibe ewig gleich. Aber eine Veränderung die so allumfassend ist, so radikal, dass sie eine Wunde in der Seele reißt, ist nicht so leicht zu entschuldigen. Ich sehne mich nach der Vergangenheit, nach dem was einmal war, in meiner Heimatstadt und darüber hinaus. Ich will mich hier nicht in Details verstricken, weil ich befürchte, missverstanden zu werden. Aber ich denke, es gibt viele, sehr viele Menschen, die ähnlich fühlen und denken, und die mich verstehen.

Heute früh öffnete ich wie üblich meine Instagram-App. Und was passiert? Richtig. Nichts! Ich war draußen. Gehackt. Es ist der dritte Instagram-Account der mir mehr oder weniger absichtlich gekappt wurde. Ich weiß nicht ob es Neid ist, oder Langeweile, Boshaftigkeit oder was auch immer. Jedenfalls ist es armselig so etwas mit Absicht zu tun. Der Sinn einer solchen Aktion geht mir auch nicht auf. Ich werde mir auch keinen neuen Instagram-Account zulegen. Einfach weil ich es leid bin, und weil mir Instagram seit einiger Zeit auf die Nerven geht. Diese ständige Jagd auf Likes, Follows und was weiß ich noch alles. Das hat mir den Spaß an der App endgültig zunichte gemacht. Um die schönen Fotos und Inspirationen tut es mir zwar leid, aber es war die Mühe einfach nicht mehr wert. Ich sammelte mir nur mit jedem Hashtag neue lästige Werbe- und Autofollower ein, die nur darauf warteten, dass ich möglichst schnell zurückfolge. An meinen Fotos waren sie in keiner Weise interessiert.

Also Instagram, dass war´s mit uns! Ein für allemal. Die App macht in meinen Augen nur noch Sinn, wenn man ein Produkt, oder sich selbst gewinnbringend verkaufen will. Leute die Instagram nur aus Spaß an der Freude betreiben, werden gar nicht wirklich ernst genommen, und infolgedessen müssen sie täglich haufenweise Spam-Accounts und „tote“ Autofollower blocken, und werden verarscht hinten und vorne, aber ein wirklicher Sinn erschließt sich mir da leider nicht. Schade!

So, dass war das Resümee für diese Woche. Alles in allem doch ganz haltbar, bis auf den einen oder anderen Punkt, der mich eben doch nachdenklich stimmt.

In diesem Sinne, ein schönes Wochenende, wünscht eure Barbarella ♥