Think Positive, und verliere nie dein Lachen.

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Auch wenn ich kein Mensch bin der sich lauthals beklagt, ab und zu muss ich mich auch mal den nicht so schönen, lustigen und positiven Seiten des Lebens stellen. Nämlich dann, wenn die Gedanken die mir durch den Kopf gehen, nicht gerade von der sonnigen Sorte sind. Wir kennen das doch alle. Egal ob wir arm oder reich sind. Auch wenn wir eigentlich mit unserem Leben ganz zufrieden sind, schleichen sich doch hin und wieder solche kleinen Episoden ein, in denen wir glauben, es geht nicht mehr weiter. Alles erscheint Sinn- und Zwecklos. Dann sitzt man da und grübelt, denkt immer und immer wieder über Dinge nach, von denen man glaubt, dass sie aus unerfindlichen Gründen total schiefgelaufen sind. Dass das Schicksal einem einen bösen Streich spielen wollte, indem es dafür sorgte, dass man sich bei einer wichtigen Entscheidung prompt für das falsche Ziel entschieden hat. Das man sich in den falschen Partner verliebt hat, oder das man sich vielleicht auch ganz einfach nur dumm angestellt hat, obwohl man ja weiß, dass man es besser hätte machen können.

Zu allem Übel kommt dann noch die gnadenlose Erkenntnis dazu, dass man nun kaum noch eine Chance oder Möglichkeit hat, den Fehler wieder gutzumachen. Das man von jetzt an eben mit den noch vorhandenen Chancen und Möglichkeiten auskommen muss. Und davon hat man dann meist nicht mehr allzu viele. Klammheimlich gibt man sich die Schuld für alles und meint, dass man sich das nie verzeihen kann. Man beschuldigt sich, zu doof oder zu unbedacht gewesen zu sein um die eine wirklich wichtige Chance zu erkennen und zu ergreifen. Im Kopf zieht dann dieses Karussell aus dunklen und scheinbar ausweglosen Gedanken ziellos seine Bahn, und allzu leicht lässt man sich schließlich von diesen Gedanken beherrschen. Sie übernehmen die Macht über unser Gefühlsleben und über unsere Laune. Man schleppt sie überallhin mit. Sogar in den Ferien machen sie sich in unbedachten Momenten bemerkbar. Immer dann, wenn man sie am wenigsten brauchen kann.

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Bekommt man dieses Problem nicht in den Griff, droht eine Depression. Schlaflose Nächte gehören schon dazu, und tagsüber erstarrt jedes Lächeln, wenn die Gedanken mal wieder um jene Dinge kreisen die wir einfach nicht loswerden, obwohl wir alles dafür geben würden, wenn wir die drängenden Probleme endlich los wären. Sich selbst ständig beschuldigen löst das Problem sicher nicht. Im Gegenteil, es verschlimmert die Situation nur. Besser ist, die Tatsache annehmen und versuchen, an einer Lösung zu arbeiten. Das ist nicht immer einfach. Je nach dem wie kompliziert das Problem ist, kann es viel psychische Kraft und Ausdauer erfordern. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie nah man oft dran ist aufzugeben und die Sache einfach laufen zu lassen. Vor seinen Freunden muss man ja so tun als ob nur Friede. Freude, Eierkuchen wäre. Schließlich will keiner als „Jammerlappen“ dastehen. Und nur die ganz Sensiblen unter ihnen können solche emotionalen Tiefpunkte verstehen und sich in unsere Lage versetzen. Der Rest fühlt sich belästigt und in seiner Rosa gefärbten Atmosphäre gestört. Was zur Folge hätte, dass die Freundschaft ernsthaft gefährdet wäre. Also ist man still und krämert ganz alleine mit seinem Problem herum.

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Nicht selten steht man tatsächlich vor einem schier unlösbaren Problem. Und das kann einem schon einen erheblichen Teil der Lebensfreude nehmen. Vor allem dann, wenn sich niemand findet, der mal mit uns über die Sache spricht und aktiv an der Lösung mitarbeitet. Klar, die eigene Familie tut alles um uns beizustehen und gewährt uns so viel Zuspruch wie möglich. Doch leider reicht das in den seltensten Fällen aus, den emotionalen Ballast endlich abwerfen zu können. Ich habe zwar eine gewisse seelische Stärke die mir hilft, selbst heikle Lebenssituationen bis zu einem gewissen Grad zu überstehen ohne psychisch aus dem Gleichgewicht zu geraten, aber auch ich habe emotionale Grenzen, die zu überschreiten ich mir nicht zutraue. Dann bin ich froh über jede Stütze die mir geboten wird. Manchmal dauert es sehr lange bis sich eine Lösung abzeichnet und man damit rechnen darf, sein Problem endlich los zu sein. Und bis dahin sollte man trotz allen Gedanken und Überlegungen seine positive Grundstimmung nicht aufgeben. Das fällt sehr schwer, ich weiß das aus eigener Erfahrung. Doch kann eine zuversichtliche Einstellung enorm dazu beitragen, dass ein Problem als nicht mehr so dramatisch empfunden wird.

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Ich spreche viel mit meiner Familie, wenn ich etwas mit mir herumtrage, dass mich belastet. Dort kann ich sicher sein, dass ich nicht als Belästigung empfunden werde, wenn ich mich aussprechen will. Bei Freunden muss man eben abwägen wer als Vertrauter in Frage kommt. Bestimmt haben wir alle, einen oder sogar zwei besonders gute Freunde, die uns verstehen und ein offenes Ohr haben. Was ich aber mit diesem Beitrag sagen will, ist, dass man trotz allem immer versuchen sollte, positiv zu denken. Sich immer vor Augen zu halten, dass sich oftmals doch noch ein Hoffnungsschimmer zeigt, auch wenn man schon nicht mehr daran glauben will. Und das man sein Lachen und seine Lebensfreude nicht verlieren sollte, auch wenn man am liebsten alles hinwerfen möchte, weil die Hindernisse zu hoch und der Geduldsfaden zu dünn erscheinen. Bei keinem von uns läuft immer alles in geraden Bahnen. Es kommen auf jeden mal Dinge zu, die ihn emotional ins Wanken bringen können. Das gehört einfach zum Leben. Es kommt eben darauf an wie man damit umgeht. Ein psychisch starker Mensch verliert nicht so schnell den Halt wie ein schwacher. Man kann es sich aber nicht aussuchen wie man innerlich gebaut ist. Ein starkes Fundament trägt ein Haus durch den heftigsten Sturm. Manch einer ist aber eben ein etwas wackeliges Häuschen, dass schon durch den kleinsten Lufthauch in den Grundfesten erschüttert wird.

Hier können nur unerschütterlicher Wille, eine stabile emotionale Stütze von vertrauten Menschen, und eine positive innere Einstellung helfen, dass man im Sturm des Lebens nicht zusammenbricht. Zu guter Letzt sollte man nicht vergessen, niemals sein Lachen zu verlieren! Lachen und Fröhlichkeit sind die stärkste Waffe gegen die Unbilden des Daseins 😉

In diesem Sinne, ein Lachen und fröhliche Grüße von eurer Barbarella ♥

 

 

Heimat – was ist das eigentlich? Eine oft gestellte Frage und viele Antworten.

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Ein Artikel in einem Magazin lieferte mir die Inspiration zu diesem Beitrag. Auch hier lautete die Frage: „Heimat – was ist das eigentlich?“ Für mich bedeutet Heimat mein Zuhause, der Ort an dem ich aufgewachsen bin. Mein Elternhaus, meine Heimatstadt, in der ich zur Schule ging und Freunde hatte, und wo ich mich stets wohl und behütet fühlte. Wenn ich aus dem Fenster schaue, den Lindenbaum vor dem Haus, und die Nachbarschaft sehe, und mich an all die Dinge aus meiner Kindheit erinnere. Dann überkommt mich dieses Heimatgefühl. Ein ganz spezielles Gefühl für mich, dass mich überallhin begleitet, egal wo ich mich aufhalte, ich nehme dieses Gefühl mit mir. Es vermittelt mir Sicherheit, Geborgenheit und Vertrauen. Ich weiß, es gibt einen Ort an den ich gehöre, an dem ich mich einfach wieder so fühle wie als Kind. Die Umgebung meiner Heimatstadt, die vertrauten Straßen und Plätze, die ich schon mit meiner Familie oder engen Freunden besucht habe, und an denen die Erinnerung an sie noch lebendig ist. Mag auch jeder eine andere Vorstellung vom Begriff „Heimat“ haben, für mich jedenfalls bedeutet er immer das Zuhause meiner Kindheit. Sicherlich gibt es Menschen für die „Heimat“ ein dehnbarer Begriff ist. Die sich überall heimisch fühlen können. Klar, wenn ich an meinen Lieblingsurlaubsort komme, dann habe ich ein wenig das Gefühl, dass es schon so etwas wie ein zweites Zuhause ist. Aber als meine Heimat kann ich keinen anderen Ort begreifen als meine Heimatstadt.

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Menschen die viel reisen, ob nun beruflich oder aus reinem Vergnügen, betrachten viele verschiedene Orte auf der Welt als ihre Heimat. Das Heimatliebe derzeit kritisch betrachtet wird, kann ich nicht nachvollziehen. Für mich ist mit Heimatliebe nichts Böses oder gar Extremistisches verbunden. Heimatliebe ist ein Gefühl, dass wohl alle Menschen auf der Welt kennen, und keiner von ihnen käme auf die Idee damit irgendwelche Arten von politischem Radikalismus zu verbinden. Das man angefeindet wird, wenn man nur das Wort Heimat erwähnt, ist für mich, lasst es mich klar sagen, einfach nur blödsinnig und völlig daneben. Wie kann man den Ort seiner Kindheit, seiner Wurzeln, an dem man sein Heim und seine Familie hat, einfach so gedankenlos abwerten, und alles was damit in Verbindung steht, radikal ablehnen. Das wäre für mich unvorstellbar. Es ist leider ein Ungeist in unserem derzeitigen Zeitgeist, der so viele Menschen dazu treibt, das Gefühl der Heimatverbundenheit anzuprangern, und jeden zu diffamieren der sich zu seiner Heimat bekennt. Für mich ist und bleibt das unbegreiflich. Für mich würde es sich anfühlen, als würde ich meine Familie, und all das was mich im tiefsten Inneren betrifft, auslöschen wollen.

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Ein Reisender der schon viele Orte auf dieser Welt besucht hat, und sich sicherlich an vielen wohl und auch heimisch fühlt, mag ein anderes Verständnis von Heimat haben, als jemand der nur selten andere Orte bereist. Aber eins ist gewiss: Jeder hat eine Heimat. Sogar Menschen aus den entlegensten Gebieten unseres Planeten haben eine Heimat. Und wir können sicher sein, dass diese Menschen ihre Heimat lieben und jederzeit für sie eintreten. Und das, ohne sich schuldig zu fühlen, oder ihre Heimatliebe als etwas Schlechtes oder Böses zu begreifen. Ich war schon an vielen, sehr schönen Plätzen dieser Welt, aber an keinem fühle ich mich so wohl und geborgen, wie in meiner Heimatstadt. Im Übrigen: Das ein Mensch auch für sein Land einen gewissen Stolz empfindet, ist kein Verbrechen. Schaut euch mal überall im Ausland um. Sicher werdet ihr auf euren Urlaubsreisen schon bemerkt haben, dass die Menschen dort ebenfalls stolz auf ihr Heimatland sind. Die Nationalflagge am Haus ist übrigens nicht nur in den USA sehr häufig zu sehen. Auch in vielen anderen Ländern zeigen die Menschen offen den Stolz, den sie für ihr Heimatland empfinden. Diese Liebe zu ihrer Heimat kommt aus den Herzen der Menschen! Und garantiert würden sie einen Verständnislos anschauen, wenn man behaupten würde, seine Heimat zu lieben sei verwerflich.

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Ich muss zugeben, dass es mich schmerzt, wenn ich sehen muss, wie stark sich meine heimatliche Umgebung verändert. Natürlich ist Veränderung immer ein Teil unseres Lebens, aber wenn all das was mir lange Zeit vertraut war, plötzlich und radikal sein gesamtes Gesicht verändert, dann ist das, als würde man mir einen Teil meines Körpers wegnehmen. Manche werden mich für diese Meinung wieder kritisieren, und einige werden mir vielleicht sogar politisch rechte Tendenzen unterstellen. Gegen diese Ansichten kann ich nichts machen. Ich kann den Leuten nicht ihre Meinung nehmen oder ändern. Aber ich persönlich bin der Ansicht, dass es nichts damit zu tun hat, auf welcher Seite man politisch steht, sondern damit, wie wichtig einem die Orte und die Menschen sind, mit denen man aufgewachsen ist.

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Es mag schon sein, dass man auf Reisen einmal den Eindruck gewinnt, dass es viele Orte gibt, an denen man sich zuhause fühlen könnte. Und man soll sich auch nie vor neuen Eindrücken verschließen, aber ich bin sicher, dass man an keinem anderen Platz auf der Welt ein vergleichbares Gefühl von Geborgenheit und Vertrauen empfindet, als dort wo man aufgewachsen ist. Wo man die wichtigsten und prägnantesten Jahre seines Lebens verbracht hat. Und seien wir doch mal ehrlich: So sehr sich manche Menschen auch vor diesem Gefühl verschließen wollen, sie hängen in Wahrheit tief in ihrem Inneren genauso an ihrer Heimat wie jene, die sich ganz offen dazu bekennen. Und alle jene, die tatsächlich so empfindungslos sind, dass ihnen jegliches Heimatgefühl abhanden gekommen ist, tun mir ein wenig leid. Ihnen entgeht der Wert des Gefühls, zu wissen, dass sie an einen bestimmten Ort gehören, der ihnen immer einen beschützenden Platz im Kreis ihrer Familie bietet.

Ich denke, gerade in unserer schnelllebigen, und sich sehr verändernden Zeit, sollten wir alle wieder mehr Wert auf unsere Heimat legen, statt uns und andere für diesen Gedanken zu tadeln oder gar zu diffamieren. Wir alle haben einen Ort, den wir mit Familie, Schutz, Geborgenheit und diesem Gut-Aufgehoben-Sein verbinden. Und das ist doch schließlich alles andere als negativ, oder?

In diesem Sinne, heimatliche Grüße von eurer Barbarella ♥

Höflichkeit Adieu, du musst gehen – Umgangsformen auf dem Weg ins Nirvana

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In der letzten Zeit habe ich mich öfter gefragt, ob es stimmt, dass der Ton im Netz und auch im realen Alltag rauer geworden ist, oder ob das alles bloß Einbildung ist. Da ich viel im Netz unterwegs bin, und auch sonst gerne mit diversen Themen die eine oder andere Diskussion auslöse, kann ich nur bestätigen, dass es durchaus einigen Menschen an der gebotenen Höflichkeit mangelt. Man stößt ein Thema an und gibt seinen Gesprächspartnern Gelegenheit sich zu äußern. So weit so gut. Ich sage ja auch nicht, dass nicht auch mal hitzig und kontrovers gestritten werden soll. es geht mir eben nur darum, in welchem Tonfall das Ganze geführt wird. Wenn einem völlig fremde Menschen bei einer Diskussion im Netz anblaffen und sich aufführen wie gestresste Vorschullehrer, dann platzt mir gerne mal der Kragen. Dann frage ich mich wirklich, ob diese Leute keine Erziehung genossen haben, die ihnen vermittelt, dass man seine Gesprächspartner nicht wie unartige Kinder behandelt. Wo bleibt der Respekt und vor allem die Höflichkeit? Auch wenn die Verkäuferin an der Kasse im Supermarkt mal wieder patzig ist weil sie schlechte Laune hat, oder weil ihr der Job nicht wirklich zusagt, oder wenn der Nachbar sich mal wieder über die Blätter auf der Fußmatte beschwert, und allzu barsch wird in der Wahl seiner Worte, ich versuche solchen Leuten stets durch ein Lächeln den Wind aus den Segeln zu nehmen. Manchmal klappt das, manchmal nicht. Im Internet ist es schwieriger, unhöflichen Menschen zu zeigen, dass man mit ihrem Tonfall nicht einverstanden ist. Man kann es ihnen mit Ruhe und netten Worten mitteilen, was leider in den meisten Fällen entweder ignoriert, oder noch häufiger, mit einer Schimpftirade beantwortet wird. Mir ist klar, dass sich im Netz viele Leute tummeln, für die Benehmen, Höflichkeit und Anstand Fremdwörter sind, weil sie es nie gelernt haben.

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Höfliche und respektvolle Kommunikation sollte aber das A und O im Dialog mit Mitmenschen sein. Leider mache ich vor allem im Internet oft die Erfahrung, dass eine nicht geringe Anzahl Zeitgenossen sich ihrer schlechten Umgangsformen entweder gar nicht bewusst ist, oder mit voller Absicht ihre Gesprächspartner damit verärgert, dass sie einen Ton und eine Ausdrucksweise an den Tag legen, bei dem einen wirklich der Geduldsfaden reißt, und man am liebsten den Betreffenden packen und schütteln und ihm klarmachen möchte, dass es so nicht geht, nicht in diesem Ton!

Mir wurde schon als Kind gelehrt, dass man Menschen mit angemessenem Respekt begegnet, und für mich ist das bis heute selbstverständlich. Ich muss gestehen, dass es mich ärgert, und auch nicht wenig reizt, wenn mir jemand mit patzigen Worten gegenübertritt, auf die ich in aller Regel nicht einmal gefasst bin. Im Netz ignoriere ich diese Person meistens, im echten Leben zahle ich mit barer Münze zurück. Was denn auch sonst? Ich bin keiner der sich einschüchtern lässt von Leuten, die die Grenzen des respektvollen Miteinanders derart ausreizen. Auch bei hitzigen Diskussionen kann man durchaus die Contenance bewahren. Es gibt natürlich immer Menschen denen die gute Kinderstube fehlt. Weiß ich bei jemanden um diesen Umstand, dann meide ich ihn so gut es geht. Nicht aus Feigheit vor der Konfrontation mit schwierigen Charakteren, sondern eher um meine Ruhe zu behalten, um nicht unnötig, und wegen ein paar unbedacht geäußerten Worten, meinen inneren Frieden einzubüßen.

Wer mir unfreundlich begegnet, darf nicht damit rechnen, dass ich ihm gegenüber nett und zuvorkommend bin. Im Internet ermöglicht es die Anonymität, schlechte Charaktereigenschaften und fehlende Erziehung zu Tage treten zu lassen. Auch wenn man damit leben muss, ich finde es unangemessen, und wer so handelt, präsentiert sich seinen Mitmenschen im denkbar schlechtesten Licht. Ich jedenfalls denke mir mein Teil über solche Leute und vielleicht sollten mal mehr Menschen darüber nachdenken, ob sie nicht doch mit guten Umgangsformen im Leben weiter kommen, als mit nervtötendem Herumgezicke.

In diesem Sinne, sehr höfliche Grüße von eurer Barbarella ♥

Dick oder Dünn? – Schönheit liegt im Auge des Betrachters

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Wenn man sich auf Instagram die Seiten von Fashion,- Food- und Fitnessbloggern anschaut, fallen einem nicht nur die Fotos von tollen durchtrainierten und vor allem superschlanken Körpern auf, sondern auch die Kommentare zu denselben. Gut, die meisten Nutzer scheinen ja ganz positiv darauf zu reagieren, dass ihnen da ein Ideal präsentiert wird, dass die meisten von ihnen kaum erreichen werden. Schließlich weiß jeder das man eine Topfigur nur mit großen Mühen und Anstrengungen erzielen kann. Gut durchdachte Sport- und Ernährungspläne und eiserne Disziplin sind gefordert. Und diese Mühe will sich außer passionierten Sportskanonen kaum jemand machen. Viele bleiben dann doch lieber bei ihrer Couch-Potatoe-Figur und gut ist. Das hält viele aber nicht davon ab, ihre persönlichen Ansichten über das Gewicht und die Figur der Menschen auf den Fotos kundzutun. Natürlich kann und darf jeder seine Meinung zu einem Thema mehr oder weniger frei äußern, dass bedeutet aber eigentlich nicht, dass Menschen nur wegen ihres Körpers zum verbalen Abschuss freigegeben sind.

Etwas fällt hier aber dem aufmerksamen Kommentarleser auf, und ob man es nun glaubt oder nicht. Menschen mit kräftiger Figur sind deutlich weniger hässlichen Kommentaren ausgesetzt, als solche die Schlank sind. Um eins klarzustellen: Ich bin niemand der krankhafte Magersucht befürwortet! Niemand sollte einen Trend so weit treiben, bis er ernsthaft Schaden nimmt. Aber ich bemerke eben, dass man selbst bei Fotos von Leuten die nicht Magersüchtig, sondern nur sehr schlank sind, häufig hört: „Das ist doch krank!“ „Hässlich“! „Sieht doch krank aus!“ „Iss mal was!“ „Ich will hoffen, dass du dir was zu Essen holst!“ Wenn ich solche Kommentare lese, dann schwillt mir der Kamm. Ich frage mich ernsthaft, was diese Leute antreibt, solche Äußerungen zu machen.

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Tatsächlich dachte ich immer, dass füllige Menschen es schwer haben als Schön zu gelten. Aber liest man so einige Instagram-Kommentare, sind es eher Schlanke, die sich dem Dauerfeuer der selbsternannten Schönheitskritiker aussetzen, wenn sie Fotos von sich posten. Ich bin selbst ein von Natur aus schlanker und eher muskulöser Typ. Auch ich musste mir von Kind auf anhören, ich sei magersüchtig, viiiiiel zu dünn, und müsse mehr essen. Das ich gesund bin und mich wohlfühle so wie ich bin, dass hat keinen interessiert. Die Leute sahen eben nur meinen Körper, der nicht so breit, kräftig, und wohlgerundet war, wie der ihre. Auch heute noch stehen viele Menschen meiner Figur eher ablehnend gegenüber. Ich entspreche scheinbar nicht ihrem Ideal eines voll im Saft stehenden „Wohlstandsmenschen.“ Obwohl eine zu kräftige Figur nicht zwangsläufig etwas mit Wohlstand zu haben muss, sondern auch einfach eine Erbanlage oder das Resultat falscher Ernährung sein kann. Es ist ja nicht jeder ein Ernährungsguru, dessen Gedanken schon früh morgens um die bestmögliche Zusammenstellung der ersten Tagesmahlzeit kreisen. Ich will mich hier auch nicht negativ über kräftige Menschen äußern. Schließlich können viele nichts dafür, dass sie Dick sind, genauso wenig, wie Ich, und viele andere, dafür können, dass sie eben Dünn sind. Man nimmt sich so wie man ist. Eine perfekte Einstellung wie ich finde. Leider torpedieren einige diese Einstellung, indem sie im Internet boshafte Kommentare hinterlassen und sogar fieses „Bashing“ betreiben.

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Das es Menschen schwerfällt, ihre Meinungen für sich zu behalten, weiß man ja. Sie sollen sie ja auch äußern dürfen. Aber es ist doch auffällig, dass gerade sportliche und ernährungsbewusste Menschen im Netz öfter Opfer von abfälligen Kommentaren werden, als diejenigen, die lieber gemütlich und bequem auf dem Sofa herumrutschen. Sagt es nicht auch einiges über den Charakter dieser Leute aus, die solche dummen Bemerkungen machen? Ist es Neid auf die mit Fleiß und Einsatz erlangten Körpermaße? Oder lediglich Frust über die eigene Unfähigkeit, seinen Zielen näher zu kommen. Wie dem auch sei. Ich ärgere mich jedenfalls maßlos über das respektlose Verhalten einiger Mitmenschen im Netz. Wie kann man einfach so behaupten, jemand sei magersüchtig, ohne die Hintergründe zu kennen. Wie kann man jemanden als „hässlich“ oder „krank“ bezeichnen, nur weil derjenige dünn ist? Dicksein und Dünnsein kann, muss aber keine krankhaften Gründe haben. Es kann genauso gut sein, dass es ganz einfach eine Erbanlage der betreffenden Person ist. Und selbst wenn jemand absichtlich auf seine Figur achtet, weil die Gesundheit eine Rolle spielt. Es ist und bleibt seine Privatsache. Mein Rat an alle die sich so fürchterlich an den Postings von dünnen, sportlichen Menschen stoßen: Denkt, bevor ihr Kommentare hinterlasst, die beleidigend, diffamierend, oder schlichtweg gedankenlos sind! Wer sportlich schlank sein und auch aussehen will, der muss nun mal etwas dafür tun. Und manche Leute tun eben etwas dafür. Das sie dann im Internet angegriffen werden, wenn sie die Resultate ihrer Mühen zeigen, dafür habe ich kein Verständnis. Es ist einfach nur gemein und völlig unnötig!

In letzter Zeit habe ich verstärkt Kommentare dieser Art auf Instagram wahrgenommen und bin, offen gestanden, ziemlich entsetzt darüber, wie gedankenlos da einfach so Behauptungen losgelassen werden. Auch wenn dieser Beitrag nichts ändern wird, am kleinlichen und zugleich auch kindischen Betragen diverser Kommentarschreiber. Ich werde diese Kommentare geflissentlich „überlesen“ und mir mein Teil denken. Aber dennoch fände ich es schön, wenn die Menschen mal wieder mehr Respekt voreinander hätten. Auch wenn der Eine etwas anders macht im Leben als der Andere. „Jeder soll nach seiner Façon selig werden“ hat Friedrich der Große einmal gesagt. Ein treffendes Sprichwort, wie ich finde.

In diesem Sinne, gewichtige Grüße von eurer Barbarella ♥

Onlinefreunde – Echt oder Falsch?

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Freunde sind durchaus etwas sehr Wichtiges in unserem Leben. Sie begleiten uns durch den Alltag, leisten uns Gesellschaft, und sie geben uns auch mal den einen oder anderen guten Rat wenn wir ein Problem haben. Wir können auf ihre Unterstützung und Hilfe bauen wenn wir traurig oder verzweifelt sind, oder wenn wir beim Umzug mal starke Hände zum Anpacken brauchen. Die richtig Guten unter ihnen dürfen wir auch mal getrost nachts um Drei Uhr anrufen wenn Not am Mann ist. Kurz: Freunde geben uns das Gefühl niemals alleine zu sein. Und genau das ist ja etwas was richtige Freunde so wertvoll macht. Im Zeitalter von Facebook und anderen Sozialen Netzwerken begegnet uns der Begriff „Freunde“ so oft, dass wir direkt glauben wollen, dass all diese Menschen die da unsere Followerlisten bevölkern, tatsächlich zu unserem Freundeskreis gehören. Ich muss sagen, dass ich da nicht viel anders dachte. Und ich habe auch so viele sehr nette Menschen „kennengelernt,“ dass es mir nach wie vor schwerfällt, zu glauben, dass es nur diese Freunde sind, von denen man immer scherzhaft sagt, das sie „im Computer wohnen.“

Doch so allmählich dämmert es mir, dass dieser Spruch ein Körnchen Wahrheit enthält. Denn die meisten von ihnen wären zwar im realen Leben sicherlich richtig gute Freunde, doch die Entfernung zwischen unseren Wohnorten macht es leider praktisch unmöglich, dass wir uns jemals „live“ begegnen werden. Und genau das ist der Punkt, der Onlinefreunde von echten Freunden unterscheidet. Sie existieren in den Weiten des Internets, aber unseren persönlichen Alltag werden sie in den meisten Fällen nie mit ihrer Anwesenheit bereichern können. Haben wir Glück, so dürfen wir uns mal persönlich treffen. Einmal. Zum Hallo-Sagen und Ganz-Kurz-Zeit-Miteinander-Verbringen. Das war es dann auch schon. Auch unter Onlinefreunden gibt es diese sogenannten „Seelenverwandten.“ Menschen die einem auf Anhieb sympathisch sind, und mit denen man sich versteht, als hätte man sich schon eine Ewigkeit gekannt. Mit ihnen teilt man seine großen und kleinen Probleme, Träume und Ideen. Hat die gleichen Ansichten ( oder auch nicht ). Man tauscht auch mal per Post Geschenke aus, und schickt sich gegenseitig Karten aus dem Urlaub oder zum Geburtstag.

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Was eine echte Freundschaft ausmacht, sind aber nicht nur diese kleinen Anklänge von gegenseitiger Sympathiebekundung in Form von Likes oder Herzchen. Eine echte Freundschaft besteht auch aus Treffen, immer Füreinander-Dasein, langen Telefonaten und dem Bewusstsein, dass da jemand ist, der einen braucht und dem man wichtig ist. Das hört sich schon nach einer echten Beziehung an. Und das ist Freundschaft ja eigentlich auch. Eine Beziehung zwischen Menschen die sich sympathisch sind und die auf einer Wellenlänge liegen. Eine Freundschaft die nur auf gelegentliche Likes und Chats im Internet beschränkt ist, kann kaum mit einer Freundschaft mithalten, bei der sich Menschen realen Halt zum Anfassen geben können. Die Beziehungen bleiben immer etwas künstlich, und man erlebt den anderen immer so, als befände er sich in einer fernen Welt, irgendwo zwischen den Sternen. Ich darf sagen, dass ich mich mit meinen Onlinefreunden sehr gut verstehe, und das ich froh bin, wenigstens einige nette Leute im Netz zu kennen. Natürlich würde ich mich freuen, wenn wir die Chance hätten, uns zu treffen und persönlich kennen zu lernen. Aber wie das mit den Wunschträumen meist so ist, sie bleiben Wunschträume. Das Onlinefreundschaften nur aus relativ sporadischem Kontakt bestehen und oft auch nicht wirklich ernst genommen werden, beweist mir die Tatsache, dass sogar das anfangs regelmäßige Chatten und Liken mit der Zeit weniger wird. Bis es irgendwann ganz einschläft, und damit auch die Onlinefreundschaft zum scheitern verurteilt ist. Am Ende wirft einer den anderen aus seiner Followerliste und damit hat es sich. Auch wenn das jetzt sehr krass formuliert ist, aber es ist möglich.

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Unsere Freunde im echten Leben können wir eben nicht so einfach mal aus unserer Freundesliste werfen oder sie völlig ignorieren. Das würden wir auch nur dann tun, wenn sich etwas wirklich Unentschuldbares zwischen uns ereignet. Das Netz ist bleibt ein Ort wo sich Menschen mit ähnlichen Ansichten und Vorstellungen treffen, sich austauschen und auch mehr oder weniger regelmäßigen Kontakt pflegen. Aber eben lediglich per Smartphone oder Computer. Da bleibt eben doch immer diese kleine Schwelle die unüberwindbar zu sein scheint, und die letztlich den Unterschied zwischen echten und virtuellen Freundschaften macht.

Das Glück in der selben Stadt wie der Lieblingsfollower zu leben, hat nicht jeder. Die Distanz zwischen ihnen zerstört ein mögliches Intensiver werden einer solchen Freundschaft. Auch ich habe Onlinefreunde die sich langsam aber stetig aus dem Internet zurückgezogen haben, und zu denen ich dadurch leider kaum noch Kontakt habe. Natürlich könnte ich wieder auf die Leute zugehen, und sie, um es im besten Facebookdeutsch zu sagen, Anzustupsen. Aber da ist wieder diese ( dumme ) Befürchtung, es könnte ihnen nicht recht sein, die mich zögern lässt. Und so lebt man dann weiterhin mit leicht verschlafenen Onlinefreundschaften, und nimmt sich lediglich vor, sie vielleicht in den kommenden Wochen oder Monaten mal wieder aus ihrem Dornröschenschlaf aufzuwecken. Es bleibt dann aber leider meist beim Vorhaben, und der Hoffnung, dass keiner den anderen völlig in Vergessenheit geraten lässt. Auch Onlinefreunde vermisst man, wenn man sie längere Zeit nicht mehr trifft. Auch wenn es nur in der Timeline des jeweiligen Netzwerkes ist.

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Wie dem auch sei, auf jeden Fall betrachte ich die Sache mit den Onlinefreunden nun etwas differenzierter. Ich will nicht sagen, dass ich diese Art der Freundschaft nicht schätze. Sie gehört im Internetzeitalter schließlich zum ganz normalen Alltag. Aber ich bin mir klar darüber geworden, dass sie reale Freunde nicht ganz ersetzen kann. Eine interessante Ergänzung sind Onlinekontakte auf jeden Fall. Hat man doch die Möglichkeit, viel mehr Menschen rund um die Welt kennenzulernen als es normalerweise möglich wäre. Und das sehr nette Menschen dabei sein können, dass kann ich voll und ganz bestätigen. Und wer weiß, vielleicht treffe ich ja doch noch mal ein paar von ihnen 😉

In diesem Sinne, freundschaftliche Grüße von eurer Barbarella ♥

 

 

 

Der Gottgleiche Administrator – Oder Selbstüberschätzung im Netz

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Ich mag Facebook ja ganz gerne. Die Möglichkeit mit netten Leuten über weite Entfernungen in Kontakt zu bleiben, seien es nun gute Freunde, Verwandte, oder einfach nur sehr liebe Fremde, ist der Grund warum ich dieses Netzwerk häufig und gerne verwende. Normalerweise nutze ich es nur zur Kommunikation mit den Menschen auf meiner Freundesliste oder um mich von Infoseiten auf dem Laufenden halten zu lassen. Es war also reine Neugier die mich veranlasste, auch einigen Gruppen beizutreten. Man denkt sich ja nichts Böses dabei. Im Gegenteil, man hofft auf eine gute, höfliche und nette Kommunikation mit den anderen Mitgliedern. Soweit so gut. Man schreibt Kommentare, klickt auf „Gefällt mir“ und teilt auch das eine oder andere Foto mit der Gruppe. Und wenn man viel Glück hat, dann reicht das auch völlig aus um den Frieden zu wahren. Hat man aber Pech, dann gerät man an eine Gruppe deren Administrator sich aufgrund der Tatsache das er diese Gruppe gegründet hat, für etwas Höheres hält. Möglicherweise für Gott persönlich. Zumindest aber hat er, wie er meint, die Stellung des Vorstandsvorsitzenden eines Großkonzerns inne. Schließlich ist es eine große Sache und sehr kompliziert eine Facebook-Gruppe zu gründen. Das rechtfertigt doch allemal das einen die Mitglieder anbeten. So kommt es mir nämlich vor, wenn ich manche Admins so beobachte. Und ehrlich gesagt, diese Haltung stößt mir sauer auf!

Was ist daran so großartig wenn man eine Gruppe auf einem sozialen Netzwerk gründet, dass man sich daraufhin so dermaßen selbst in den Himmel hebt, und dass man sich dann noch äußerst herablassend und unhöflich den Mitgliedern gegenüber verhält.

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Facebook ist solch ein soziales Netzwerk. Mit der Betonung auf „Sozial!“ Das bedeutet für mich, dass man sich anderen gegenüber höflich, respektvoll und freundlich verhält. Egal ob man nun der Admin der Gruppe ist oder ein Mitglied. Mir verleidet es den Spaß an der Mitgliedschaft in Facebook-Gruppen doch ziemlich, wenn ich merke, dass manche Admins sich hochnäsig und aufsässig benehmen, weil sie glauben, es sich erlauben zu können. Administratoren sind keine Götter! Zumindest nicht für mich. Mag ja sein, dass sie bei einigen Menschen damit Erfolg haben, aber ich kritisiere dieses Verhalten, weil es mich ärgert und weil es das zwischenmenschliche Klima in den Gruppen zerstört.

Das man angedroht bekommt, aus der Gruppe ausgeschlossen zu werden, wenn man dieses macht und jenes nicht, dass ist in meinen Augen so kindisch und hanebüchen, dass man es kaum glauben mag. Natürlich soll und darf der Admin über die Gruppe wachen und für Ordnung sorgen. Werbung und anderes unerwünschtes Material muss draußen bleiben, ganz klar. Das sich innerhalb einer Gruppe auch mal gezankt wird, ist ebenso möglich, und auch hier muss der Admin schlichten können. Aber dann sollte er dies in einer Weise tun, die den Mitgliedern nicht das Gefühl vermittelt, kleine dumme Kinder zu sein, die den erhobenen Zeigefinger des Lehrers fürchten.

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Das sich im Netz Menschen mit den unterschiedlichsten Charakteren und Verhaltensweisen tummeln ist ja bekannt. Aber dennoch macht es mich jedesmal irgendwie betroffen, wenn ich mit solch seltsamen Zeitgenossen konfrontiert werde. Nicht das ich mich einschüchtern ließe, aber ich reagiere mit Zurückhaltung, weil ich es nicht einsehe, noch Öl ins Feuer zu gießen und eine ellenlange Diskussion anzuheizen. Es würde ohnehin nichts bringen, denn gewisse Leute sind zu sehr von sich überzeugt, als das man ihnen mit einfachen Worten beikommen könnte. Daher erscheint es mir wirkungsvoller, in die Defensive zu gehen und die Sache abzuschließen, in dem ich die Gruppe verlasse. Ich muss sagen, seit ich solche unschönen Erfahrungen machen musste, trete ich grundsätzlich keinen Facebook-Gruppen mehr bei. Obwohl es mir aufgrund einiger für mich interessanter Themengebiete, doch ein klein wenig leid tut. Ich würde mir wünschen, dass ein paar Administratoren von Facebook-Gruppen diesen Post lesen und sich mal folgenden Rat zu Herzen nehmen, der da lautet: Benehmt euch nicht wie die Götter die ihr nicht seid, und haltet euch selbst mal an die Verhaltensregeln in den Gruppen. Seid höflich und respektvoll. Dann klappt das auch mit den Mitgliedern.

In diesem Sinne, wieder sehr freundliche Grüße von eurer Barbarella ♥

Von Rebellion im Alltag – und warum wir auch mal Nein sagen dürfen

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Ich musste lachen als mir die Idee zu diesem Beitrag kam. So lange ich mich erinnern kann, bin ich ein rebellischer Geist. Ich muss die Dinge hinterfragen, ihren Sinn in Frage stellen und mich auch mal dagegen auflehnen. Das habe ich schon als Kind getan, und ich glaube, ich habe diesen Drang mit den Jahren noch intensiviert. Ich nenne es nicht Angewohnheit, denn gegen etwas zu rebellieren hat nichts mit Gewohnheit zu tun. Es ist eher eine Einstellung die man hat oder nicht hat. Das Teenager gerne rebellieren wissen wir alle. Fast jeder von uns hat es in der Schule oder auch im Elternhaus mal gewagt, die nervliche Belastungsgrenze der Lehrer oder der Eltern zu erproben. Aber wer es wagt, im Erwachsenenalter noch seine Faust zu erheben, der wird nur allzu oft belächelt oder auch als närrisch oder aufrührerisch abgetan. Aber mal ehrlich: Wie oft haben wir zumindest in Gedanken einen Aufstand gegen den Chef, unsere Nachbarn, oder gegen quengelnde Internet-Trolle gemacht. Dass gegen Politiker die das Missfallen des Einzelnen erregen, auch gerne mal rebelliert wird, na lassen wir es gut sein und gewähren wir den Menschen die Freiheit ihre Meinung kundzutun.

Wenn meine Nachbarin mich schon früh morgens mit ihrer Klingeltour nervt, dann sprießen Gedankenwelten in meinem Kopf, in denen ich Mausefallen in ihren Briefkasten lege, oder eine Stinkbombe irgendwo im Treppenhaus deponiere. Hach, es ist doch irgendwie schön und auch erleichternd, wenn man seinem inneren Ärger, den man gegen bestimmte Leute hegt, ein kleines bisschen Ausdruck verleihen kann. Und sei es auch nur gedanklich. Nehmt es mir nicht allzu übel wenn ich hier offen bekenne, dass ich schon vor Jahren einmal eine Essenz im Haus ausgelegt habe, die nicht nach Veilchen duftete. Ich konnte einfach nicht mehr anders. Meine Nachbarn übten sich so fleißig  im strapazieren meiner Nerven, dass ich mir nicht mehr anders zu helfen wusste, und der Gedanke an ihre Reaktionen erheitert mich noch heute. Ich denke, da hat sicherlich auch eine ordentliche Prise jugendlicher Rebellion mitgewirkt. Ich kann aber versichern, niemand hat Schaden genommen, und es hat auch niemand einen Verdacht gehegt. Es wurde gründlich geputzt und der Mief war Geschichte.

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Wenn wir jung sind, dann erwartet man heutzutage fast schon von uns, dass wir protestieren, dass wir zeigen wenn uns etwas nicht passt. Kinder die ruhig und still alles hinnehmen was man an sie heranträgt, sind pflegeleicht und geben niemals Anlass zur Beschwerde. Jung sein bedeutet aber auch das wir versuchen uns mitzuteilen. Und das auch mal lautstark. Ruhig sein können wir im Alter immer noch. Es fällt mir ein bisschen schwer, die politische Rebellion hier so völlig außen vor zu lassen, aber ich tue dies bewusst, weil dies Erstens kein politisches Blog ist, und Zweitens weil es mir zu anstrengend wäre, hier sich stark unterscheidende Meinungen und damit verbundene Meinungsverschiedenheiten zu diskutieren. Dieser Beitrag ist dem Thema Rebellion gewidmet, weil ich vor allem im Internet, aber auch im Alltag solche kleinen Aufstände täglich erlebe. Und weil ich mich sehr gut mit ihnen identifizieren kann.

Kürzlich rief mich eine Freundin an und beklagte das aufrührerische Verhalten ihres Sohnes der gerade im Teenageralter ist, und ich erinnerte mich an meine eigenen kleinen Aufstände zuhause als ich in dem Alter war. An so manche großen und kleinen Reibereien mit den Eltern, Freunden, und ja, auch manchmal mit den Lehrern. Alles halb so schlimm, und man sollte es den Kindern auch nicht zwingend verbieten, zu sagen, wenn ihnen etwas nicht gefällt. Ich riet meiner Freundin dann auch, sich nicht aufzuregen ( auch wenn das oft leichter gesagt als getan ist ), und Geduld zu haben. Denn mit dem Heranwachsen lernen Kinder meist auch, mit ihren Emotionen zu haushalten und nicht wegen jeder Kleinigkeit die Wände hochzugehen. Denn auch wenn die erhobene Faust oft als Symbol für Rebellion verwendet wird, es muss nicht gleich mit Gewalt gegen eine Sache vorgegangen werden. Oftmals genügt auch schon ein wenig geschickte Diplomatie um eine Wendung einzuleiten.

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Das man auch jenseits der Dreißig ein Rebell sein kann und darf, dafür bin ich selbst bestimmt ein gutes Beispiel. Ich sage was ich denke und kassiere dafür auch schon mal die eine oder andere Abfuhr. Damit muss man aber rechnen, wenn man nicht der typische Ja-Sager ist. Ich bin ein schwieriger, kantiger Mensch mit Ansichten die nicht immer mit denen anderer Leute konform gehen. Meine Lehrer und Eltern waren schließlich auch nicht immer begeistert, wenn ich ihnen zu verstehen gab, dass die Schule mal wieder nervt, oder dass der Besuch bei den Verwandten gerade nicht so gelegen kommt. Ein bisschen Rebellion schadet niemandem. Man muss ja nicht gleich die Welt aus den Angeln heben. Aber man muss auch nicht zu allem Ja und Amen sagen.

In diesem Sinne, rebellische Grüße von eurer Barbarella ♥